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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 18. 7. [1901]
Hofmannsthal, Hugo von
Wien
Empfang: [18. 7. 1901 – 22. 7. 1901?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur UK, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 43b/1
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 2 Seiten, 1.795 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift die Jahreszahl »901« ergänzt
Ordnung mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »177«
Veröffentlichung 1
Hugo von Hofmannsthal, Arthur Schnitzler: Briefwechsel. Herausgegeben von Therese Nickl, Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1964, S. 149–150.
Veröffentlichung 2
Hermann Bahr, Arthur Schnitzler: Briefwechsel, Aufzeichnungen, Dokumente (1891–1931). Herausgegeben von Kurt Ifkovits, Martin Anton Müller. Göttingen: Wallstein 2018, S. 213.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Hugo von Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, 18. 7. [1901]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L01149.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L01149«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Donnerstag, 18. 7. 1901

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Schnitzler/Bahr
Wiener Schnitzler
Weiteres

Hugo von Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, 18. 7. [1901]

|18. Juli.Rodaun,

mein guter lieber Arthur

schon gleich beim Betreten dieses Hauses am 1tenJuni habe ich mit herzlicher Freude Ihren lieben Brief gefunden, und es ist mir fast unbegreiflich, dass 17 Tage vergehen konnten, wo ich wirklich jeden Tag daran dachte, Ihnen zu schreiben, und immer wieder die eine Viertelstunde sich wegrückte. Allerdings hab ich in diesen Tagen mit ziemlicher Hast und ziemlich viel Einfällen den letzten Act des Ballets endlich ausgeführt, so dass von nun an dieses ziemlich umfangreiche Ding, dessen Werth oder Unwerth ich absolut nicht abschätzen kann, unter meinen Arbeiten existiren wird. Hoffentlich kann ichs Ihnen im Herbst vorlesen und es missfällt Ihnen nicht.
Dieses Aneinander-vorüber-schweben in Innsbruck hat mir damals recht leid gethan. Hätte man nicht ein paar Stunden zusammen sein können? ich glaube dass wäre für alle vier ein freundlicher Eindruck gewesen. Auch ist doch von Gerty eine Indiscretion eben so wenig zu fürchten wie von mir und überdies hätte man ihr den Familiennamen der andern gar nicht zu sagen gebraucht. Wir sind an diesem Abend noch ins Hofgartengasthaus nachtmahlen gegangen, dem einzigen Ort, wo man »im Freien nachtmahlt« und ich habe sehr gehofft, |dass wir uns dort begegnen würden, es ist aber leider nicht der Fall gewesen.Mit dem Haus und dem Leben hier bin ich sehr zufrieden, ich will aber nicht viel darüber sagen, sondern freue mich darauf, es Ihnen zu zeigen. Jetzt wüsste ich schon gerne, wo ich mir vorstellen soll, dass Sie sind.Ich will nun möglichst bald anfangen, das große figurenreiche und tragische Stück zu schreiben, dessen Stoff mir von Browning überliefert ist.
Von Menschen sehe ich Bahr, der öfter herüberkommt, und erwarte nächstens Andrian für einige Tage.
Ich freue mich sehr auf einen Brief von Ihnen.
Von Herzen Ihr
Hugo.
    Bildrechte © University Library, Cambridge