|lieber Hermann,
ich danke dir sehr für dein neues Buch. Die Titelnovelle hat mich besonders
interessirt; du hast vielleicht bemerkt, dass in der Erzählg des Puppenspielers von dem Mann in der Eisenbahn ein ähnliches Thema leicht angerührt
ist. In |dem Gespräch
»Räuber u Mörder« erzählst du ganz flüchtig
eine Geschichte, die mir ein geborner Schwank scheint: von dem Hofrath, der dem Dieb
bietet, ihn nicht anzuzeigen. Wäre ich der liebe Augustin, so redete ich dir zu, die Scene zu schreiben. –
Manches hab ich schon gekannt, und mit Vergnügen wieder |gelesen. Lieb ist die
Pantomime. Wird sie wer
componiren?
Ich grüß dich herzlich
dein
Arthur
dein
Arthur
26. X. 901
Bildrechte © Theatermuseum, Wien