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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 29. 3. 1902
Schnitzler, Arthur
Wien
Empfang: [29. 3. 1902 – 2. 4. 1902?]
Hofmannsthal, Hugo von
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Frankfurt am Main, Freies Deutsches Hochstift, Hs-30885,97
Typ Brief
Beschreibung 3 Blätter, 10 Seiten, 2.451 Zeichen
Handschrift Bleistift, deutsche Kurrentschrift
Veröffentlichung 1
Hugo von Hofmannsthal, Arthur Schnitzler: Briefwechsel. Herausgegeben von Therese Nickl, Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1964, S. 155.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Hugo von Hofmannsthal, 29. 3. 1902. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L01211.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L01211«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Samstag, 29. 3. 1902

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Wiener Schnitzler
Gedruckte Briefwechsel

Otto Brahm an Arthur Schnitzler, 29.3.1902

Quelle: Der Briefwechsel Arthur Schnitzler – Otto Brahm. Vollständige Ausgabe. Hg., eingel. und erl. von Oskar Seidlin. Tübingen: Niemeyer, 1975.

Weiteres

Arthur Schnitzler an Hugo von Hofmannsthal, 29. 3. 1902

|29. 3. 902
mein lieber Hugo, da ich aus Ton u Inhalt Ihres Briefes entnehme, dss Sie wirklich, wenn auch in einer von mir nicht geahnten, nicht für möglich gehaltnen Weise und wahrhaftig nicht ganz berechtigten Weise verletzt sind, so liegt es mir vor |allem am Herzen Ihnen zu sagen dass mir das beinah weh, nicht nur leid thut. Hätte ich eine Ahnung gehabt, dass Sie auf diese Frühstücksache irgend einen beträchtlichen Werth legen, hätten Sie mir z. B. geschrieben: es wäre mir angenehm – |es ist mein spezieller Wunsch etc. ich hätte natürlich kein Absagetelegramm an Sie geschickt, obzwar das mit der Unbequemlichkeit in den nächsten Tagen wahrhaftig keine Ausrede war. Ich glaube auch dss ich nicht abgesagt hätte, wenn Sie mich zu |sich geladen hätten, aber sspielte auch, halb unbewußt die Überlegung mit: »ein neues Haus, – ich, der gar nirgends hingeht«. Das letztere soll natürlich keine Entschuldg sein sondern wird hier nur beigefügt, da es zur Vollständigkeit gehört. |Sie werden mir gewiss erwidern, dass ich schon aus dem Umstand, dss Sie mir überhaupt geschrieben haben, entnehmen mußte, es handelte sich um einen herzlichen Wunsch von Ihnen. Bei näherer Überlegung sehe ich das ein, und es war Unrecht |von mir, so rasch, ohne Würdigung dieses Umstands, Ihnen abzutelegrafiren. Aber die Hoffnung einer Bekanntschaft für nächstens, die ich am Schluss ausgesprochen habe, war keine Phrase, und dss Ihr Aerger über mich geschwunden ist, werden Sie bei unserm nächsten |Zusammensein am besten dadurch beweisen, dass Sie lieber auf den letzten als auf den ersten Satz meines Telegramms zurückgreifen. Denken Sie freundlichst noch einmal dran, dass ich seit sehr vielen Jahren kein mir fremdes Haus betreten habe und Sie |werden vielleicht spüren, dass ich mit dem Wort von der Unbequemlichkeit mich selber mehr ins Unrecht gesetzt habe, als nothwendig war. Das wesentliche ist u bleibt: mir kam Ihr heutiger Brief so überraschend wie möglich – denn als ich mein Telegramm absandte, |war ich mir absolut nicht bewußt, dass ich Ihnen damit einen Wunsch abschlage, auf dessen Erfüllung in den nächsten Tagen Sie Werth legen. Aus Ihrem heutigen Briefe sehe ich, dass ich Sie verletzt habe; reichen Sie mir die Hand und seien Sie mir nicht böse.
Von Herzen Ihr
Arthur
|Es wäre denkbar, dss ich an einem der Ostertage bei Ihnen Vormittag vorbei radle, aber es ist recht unsicher.
Mittwoch bin ich übrigens bei der »Kraft«probe, Sie wohl auch.
Das Geld an Frau v. P. habe ich gesandt.
A.
    Bildrechte © Freies Deutsches Hochstift, Frankfurt am Main