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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 17. 10. 1903
Blei, Franz
München
Empfang: [18. 10. 1903 – 22. 10. 1903?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, 66.180
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 3 Seiten, 1.583 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, lateinische Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler 1) mit Bleistift beschriftet: »Blei«
2) mit rotem Buntstift einige Unterstreichungen, neben »der Brief blieb liegen« ein Ausrufezeichen

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Franz Blei an Arthur Schnitzler, 17. 10. 1903. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L01329.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L01329«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Samstag, 17. 10. 1903

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Franz Blei an Arthur Schnitzler, 17. 10. 1903

als ich vor acht Tagen den Dialog aus dem Reigen auf den Spielplan setzte, geschah es auf die Versicherung der Direktion der 11 S. hier, dass man das Aufführungsrecht schon erworben hätte, bevor ich mich um die Dramaturgie des Scharfrichtertheaters kümmerte. Dies stellte sich nun als ein Irrthum heraus; ich gab in der Kanzlei den Auftrag, Ihnen von der ersten Aufführung und dem Tantièmensatz Mittheilung zu machen – der Brief blieb liegen. Ich muss nun für diese Schlampereien um Entschuldigung bitten, obzwar mich keine Schuld an ihnen trifft. Natürlich setze ich die Scene sofort vom Programm, wenn Sie es wünschen, und vermag ich die Ungehörigkeit |nicht anders gut zu machen als dass ich um Entschuldigung bitte und mich Ihren Wünschen füge. Der Tantièmenbetrag, der pro Vorstellung ungefähr 3–4 Mark ausmacht, wird Ihnen umgehend übersandt werden. Sollten Sie die Freundlichkeit haben, nichts gegen die weiteren Aufführungen einzuwenden, würde die Scene bis zum 1. November allabendlich gespielt werden und betrügen die Tantièmen dann mindestens 85 Mark, die Ihnen am 1. November zugehen.
Und nochmals: der Vorfall ist unentschuldbar, aber ich bitte Sie, verehrter Herr Schnitzler, den Willen, die Sache gut zu machen als Entschuldigung zu nehmen.
Ihr ganz ergebener
Franz Blei
17. 10. 1903.
P.S. Vor einigen Tagen schickte ich an die Adresse: Frankstraße ein Briefersuchen einer Miss Johnson an Sie, welche für die englische Bühne arbeitet und der ich die Übertragung des |Grünen Kakadu empfohlen habe. Die Dame ersucht Sie um Autorisation und Bedingungen. B
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar