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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 15 1. 1906
Treibl, Adolf
Wien
Empfang: [15. 1. 1906 – 19. 1. 1906?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.NZ85.1.4815,3
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.115 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift beschriftet: »Treibl (Ehrenstein«

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Adolf Treibl an Arthur Schnitzler, 15. 1. 1906. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L01572.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L01572«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Montag, 15. 1. 1906

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Kalliope Verbundkatalog
Weiteres

Adolf Treibl an Arthur Schnitzler, 15. 1. 1906

|Euer Hochwohlgeboren

Hochverehrter Herr Doctor

Namens meines Schwagers Herrn Alex Ehrenstein und seiner Frau beehre ich mich den verbindlichsten Dank für die warme Teilnahme auszudrücken, die Euer Hochwohlgeboren dem lieben Albert zuteil werden lassen. |Dem Opfer, das Sie mit Ihrem gestrigen Besuch nicht nur dem Patienten sondern auch seinen mitleidenden Eltern gebracht haben, wird, dessen können hochverehrter Herr Doktor sich versichert halten, ein treuest und dankbarest Gedenken immer bewahrt werden.
Der Zustand des lieben Albert ist über Nacht wohl ruhiger geworden, doch lautet |die Auskunft des zu Rate gezogenen Arztes Dr Alfred Adler, den ich als Psychologen und Diagnostiker hochschätze nichts weniger als befriedigend. Er schließt auf acute Paranoia und empfiehlt die Abgabe in ein Sanatorium.
Während ich dies schreibe ist die Schwägerin in Ob. Döbling um die Aufnahme in das Sanatorium Obersteiner vorzubereiten.
Indem ich unseren herzlichsten Dank wiederhole |bitte ich dem lieben Albert die Sympathien gütigst zu bewahren, die, wie ich begreife, ihn mit gerechtem Stolz erfüllen.
In vollkommener Hochachtung
ergebenst
Adolf Treibl
Wien 15/I 06
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar