Einstellungen

Ansicht
Faksimile
Bilder neben dem Text
Textkritik
Textkritische Zeichen
Langes-s (ſ)
Gemination m (m̅)
Gemination n (n̅)
Streichung
Hinzufügung
Markierung von Entitäten
Alle Markierungen
Personen
Werke
Orte
Institutionen
Ereignisse

Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 18. 1. 1906
Treibl, Adolf
Wien
Empfang: [18. 1. 1906 – 22. 1. 1906?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.NZ85.1.4815,1
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.605 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift beschriftet: »Ehrenstein (Treibl«

Textqualität

Diese Abschrift wurde noch nicht ausreichend mit dem Original abgeglichen. Sie sollte derzeit nicht – oder nur durch eigenen Abgleich mit dem Faksimile, falls vorliegend – als Zitatvorlage dienen.

Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Adolf Treibl an Arthur Schnitzler, 18. 1. 1906. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L01574.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L01574«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L01574.html |titel=Adolf Treibl an Arthur Schnitzler, 18. 1. 1906 |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1906-01-18 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Donnerstag, 18. 1. 1906

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Schnitzler/Bahr
Wiener Schnitzler
Kalliope Verbundkatalog
Weiteres

Adolf Treibl an Arthur Schnitzler, 18. 1. 1906

|Euer Hochwohlgeboren

Hochverehrter Herr Doctor.

Es ist halt ein großes Kreuz! Noch einmal appellieren die Eltern des erkrankten Albert Ehrenstein an die Opferwilligkeit von Euer Hochwohlgeboren. Bisher haben drei Ärzte: Dr Adler, der Hausarzt Dr Jellenik u ein von Brünn berufener Onkel des Patienten Dr Jakob Ehrenstein sich ziemlich einhellig für ein Sanatorium aus|gesprochen. Allerdings der Grad der Notwendigkeit dieser Verfügung wurde nicht gleichmäßig betont. Der Kranke selbst hält aber an einer Reise nach Meran fest, weil Euer Hochwohlgeboren eine solche seinerzeit empfohlen haben.
Heute nachmittags (18/I) treten um ¼ 5h noch einmal der Hausarzt und ein Spezialist: Dr Kornfeld zu einem Konzilium zusammen. Namens und im Auftrag der Eltern erlaube ich mir nun die Bitte, Euer Hochwohlgeboren mögen die ganz besondere Güte haben, |diesem Konzilium beizuwohnen und den Patienten im Sinne der zu treffenden Maßnahmen beeinflußen.
Euer Hochwohlgeboren können versichert sein wir wissen die Schwere der Opfer, die in dieser Affaire Euer Hochwohlgeboren bringen, wohl zu würdigen und es ist nicht Selbstsucht oder Rücksichtslosigkeit, die uns neuerlich an Herrn Doktor mit dieser geradezu anmaßlichen Bitte herantreten läßt. Wenn der Patient irgend welchen anderen Einflüssen, als denen die von Euer Hochwohlgeboren ausgehen, zugängig wäre, hätten wir es gewiß nicht |gewagt, neuerlich zu belästigen.
Mit der Bitte, um des leidenden Menschen willen, dem ausgesprochenen Wunsche zu willfahren verharret in vollkommener Hochachtung
Euer Hochwohlgeboren ganz ergebster
Ad. Treibl
Wien, 18/I 1906
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar