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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 4. 5. 1906
Großmann, Stefan
Wien
Empfang: [4. 5. 1906 – 8. 5. 1906?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 34
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 3 Seiten, 1.838 Zeichen (Briefpapier mit Trauerrand)
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift beschriftet: »Großman«
Ordnung mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »4«

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Stefan Großmann an Arthur Schnitzler, 4. 5. 1906. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L01595.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L01595«.

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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Freitag, 4. 5. 1906

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Schnitzler/Bahr
Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Weiteres

Stefan Großmann an Arthur Schnitzler, 4. 5. 1906

Zentral-Organ der österreichischen Sozialdemokratie.
Redaktion: Administration und Inseraten-Aufnahme:
Telephon Nr. 880. VI/1. Mariahilferstrasse Nr. 89.
Postsparkassen-Scheck-Konto Nr. 819.210. Telephon Nr. 900.
Wien, am 4. Mai 1906

Sehr geehrter Herr.

Aus den Kreisen der Wiener Arbeiterschaft soll nun endlich, nach dem Vorbild der Berliner, ein Verein Freie Volksbühne gebildet werden, der mit einem aus allen Wiener Theatern zusammengestellten Ensemble Vorstellungen zu mäßigen Preisen veranstalten will, die an anderen Bühnen nicht gebracht werden.
Es hat sich ein Komité gebildet, dem bisher angehören:
Reichsrathabg. Pernerstorfer
Regisseur Vallentin(der sich zur Leitung des Unternehmens bereit erklärt hat)
Schriftsteller Dr Robert Hirschfeld
Alfred Polgar
Theodor Antropp
Stefan Großmann
Arbeiterführer Leopold Winarsky
Buchdrucker K. Höger
|Die Statuten des Vereines hat Dr Harpner bereits ausgearbeitet
Dem Comité läge nun sehr viel daran, wenn Sie, sehr geehrter Herr, dem Ausschusse beitreten wollten. Wir glauben, daß unser Unternehmen, an dessen Bestand und Wirksamkeit (vom Herbst an) nicht mehr zu rütteln sein wird, auch Ihren Wünschen und Hoffnungen für das Theaterwesen Wiens entsprechen wird und würden es als Ehre und auch als große Freude empfinden, wenn Sie unserem schönen Beginnen Ihre freundliche Mithilfe widmen wollten.
Eine constituierende Versammlung des Ausschusses soll Dienstag abends (gegen 10hstattfinden. Wenn Sie daran theilnehmen wollten, würden Sie uns zu großem Dank verpflichten. Auch ist der Unterzeichnete gern bereit, Ihnen |– wenn Sie es wünschen – die nöthigen Aufklärungen über das Detail des Werkes mitzutheilen. Soviel sei betont, dass wir Mustervorstellungen zu machen gedenken und dass uns vor Allem eine Erweiterung des Spielplans der Wr Bühnen, die ja fast durchwegs im Familienstück zugrundegehen, unerlässlich erscheint.
Die freie Volksbühne würde es sich zur Ehre rechnen, Ihren Namen unter den Begründern dieses Unternehmens nennen zu dürfen.
Ihrer freundlichen Antwort gewärtig,
mit aller Hochschätzung:
i. A.
Stefan Großmann
    Bildrechte © University Library, Cambridge