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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 18. 10. 1906
Schnitzler, Arthur
Wien
Empfang: [18. 10. 1906 – 22. 10. 1906?]
Bahr, Hermann
Wien
Textzeuge 1
Signatur A, Wien, Theatermuseum, HS AM 23383 Ba
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 2 Seiten, 1.287 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Ordnung Lochung
Veröffentlichung 1
18. 10. 1906. In: Arthur Schnitzler: The Letters of Arthur Schnitzler to Hermann Bahr. Edited, annotated, and with an introduction, by Donald G. Daviau. Chapel Hill: The University of North Carolina Press 1978, S. 95–96 (University of North Carolina studies in the Germanic languages and literatures, 89).
Veröffentlichung 2
Hermann Bahr, Arthur Schnitzler: Briefwechsel, Aufzeichnungen, Dokumente (1891–1931). Herausgegeben von Kurt Ifkovits, Martin Anton Müller. Göttingen: Wallstein 2018, S. 383–384.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Hermann Bahr, 18. 10. 1906. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L01634.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L01634«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L01634.html |titel=Arthur Schnitzler an Hermann Bahr, 18. 10. 1906 |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1906-10-18 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Donnerstag, 18. 10. 1906

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Schnitzler/Bahr
Schnitzler/Bahr
Wiener Schnitzler
Weiteres

Arthur Schnitzler an Hermann Bahr, 18. 10. 1906

Wien, 18. X. 906

lieber Hermann,

eine Aehnlichkeit zwischen deinem Akt und dem Abschiedsouper wäre höchstens irgendwo im äußerlich stofflichen zu finden, im innerlich stofflichen schon nicht mehr, und gewiss nicht im »seelisch gestaltlichen« – (um zu immer grauenhafteren Worten auf- oder niederzusteigen). Dein Problem ist viel verzwickter, der Fortgang der Handlung gedrehter, spiraliger, jüdischer gegenüber der naiv gauloisen Fabel des braven alten Anatolstückls, außerdem wird bei mir soupirt und bei dir doch eigentlich nur gejausnet. Die Atmosphäre deines Stücks ist dünner, schärfer; das ganze brutaler (für meinen Geschmack im Beginn besonders bis zum Abstoßenden brutal) angepackt. Wenn du mir, oder dem guten Anatol, diesen interessanten Einakter widmen willst, so nehm ich s natürlich mit Dank u Rührung an, nur mußt du mir erlauben, deine Erinnerung nicht als Anregungsquittirung und Ausdruck einer Gewissensschuld sondern als ein neues und daher mir willkommenes Zeichen unserer guten Zusammengehörigkeit zu empfinden u zu empfangen.
Hoffentlich fügt es sich, dss wir einander vor deiner Abreise noch einmal sehen. (Gern möcht ich auch etwas, Reinhardt betreffendes, aber hauptsächlich in meinem Interesse liegendes mit dir besprechen.)
Herzlichst, mit Grüßen von
meiner Frau u mir
dein
Arthur