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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 14. 12. 1909
Schnitzler, Arthur
Wien
Empfang: [14. 12. 1909 – 18. 12. 1909?]
Bahr, Hermann
Textzeuge 1
Signatur A, Wien, Theatermuseum, HS AM 60150 Ba
Typ Briefkarte
Beschreibung 2 Blätter, 4 Seiten, , 1.554 Zeichen (die zweite Karte von Schnitzler mit »II.« beschriftet)
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Veröffentlichung 1
14. 12. 1909, Abschrift. In: Arthur Schnitzler: The Letters of Arthur Schnitzler to Hermann Bahr. Edited, annotated, and with an introduction, by Donald G. Daviau. Chapel Hill: The University of North Carolina Press 1978, S. 104–105 (University of North Carolina studies in the Germanic languages and literatures, 89).
Veröffentlichung 2
Hermann Bahr, Arthur Schnitzler: Briefwechsel, Aufzeichnungen, Dokumente (1891–1931). Herausgegeben von Kurt Ifkovits, Martin Anton Müller. Göttingen: Wallstein 2018, S. 428–429.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Hermann Bahr, 14. 12. 1909. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L01901.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L01901«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Dienstag, 14. 12. 1909

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Arthur Schnitzler an Hermann Bahr, 14. 12. 1909

|Dr. Arthur Schnitzler 14/12 09
mein lieber Hermann, bei Berliner Gelegenheit einmal Halle mitzunehmen hab ich mir längst vorgenommen – nur fügt es sich immer sschwer, weil man ja viel früher einen bestimmten Vorlese-Tag fixiren muss als man den Berliner Premièrentag weiss. Und mir persönlich macht weder das Zweck-Reisen noch das Vorlesen (in großen Räumen) sonderlich |viel Spass. Aber wir wollen sehen. Deine Gicht aber laß dir lieber von einem Dichter als von einem Oberingenieur behandeln – (nur nicht von einem Arzt natürlich) Ich stehe dir stets zur Verfügung – und hoffe medizinisch schon genug vergessen zu haben, um dir nicht empfindlich zu schaden.
Ja, wenn ich eine lustige Novelle hätte! Und nun gar eine kurze! Mit dem Gegentheil kann ich dienen: Tragoedie in 5 Akten und einem Vorspiel aber die eignet sich eher zum Aufgeführtwerden |(Wie du schon daraus ersehen kannst, dass es mir nicht möglich ist, von Schlenther sowohl als von Reinhardt eine endgiltige Entscheidung zu kriegen.) – Die Comtesse Mizzi wird nun doch nicht zu deinem »Concert« gegeben, der Abend würde zu lang, schreibt Brahm. Dabei hatt ich schon an den Münchner Speidel |schreiben lassen, er möchte auch womöglich die zwei Stücke zusammenspielen. Nun hat Speidel aber die Comtesse wegen Frivolität, Kinderkriegen und Liebhaber-haben refusirt.
Die Hoffnung dich wieder einmal zu sprechen, geb ich noch immer nicht auf. Vielleicht auf dem Semmering. Und dass du den Leuten allerorten so viel von mir erzählst, dank ich dir von Herzen. Wir grüßen alle aufs beste und wollen auch Deiner verehrten Frau empfohlen sein.
Dein getreuer Arthur.
    Bildrechte © Theatermuseum, Wien