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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 2. 11. 1910
Schnitzler, Arthur
Wien
Empfang: [2. 11. 1910 – 6. 11. 1910?]
Hofmannsthal, Hugo von
Textzeuge 1
Signatur D, Frankfurt am Main, Freies Deutsches Hochstift, Hs-30885,140
Typ Brief
Beschreibung Durchschlag, 1 Blatt, 2 Seiten, 2.106 Zeichen
Herstellung Schreibmaschine
Handschrift Arthur Schnitzler 1) Bleistift, deutsche Kurrentschrift (Beschriftung: » Hofmannsth «)
2) roter Buntstift, deutsche Kurrentschrift (zwei Unterstreichungen)
Zufügungen
Ordnung 1) Schnitzler dürfte dieses Korrespondenzstück bei der Durchsicht der Briefe 1929 aus seiner Ablage zu den Briefen aus Hofmannsthals Nachlass hinzugefügt haben
2) Lochung
Veröffentlichung 1
Hugo von Hofmannsthal, Arthur Schnitzler: Briefwechsel. Herausgegeben von Therese Nickl, Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1964, S. 256.
Veröffentlichung 2
Arthur Schnitzler: Briefe 1875–1912. Herausgegeben von Therese Nickl, Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1981, S. 631–632.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Hugo von Hofmannsthal, 2. 11. 1910. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L01975.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L01975«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L01975.html |titel=Arthur Schnitzler an Hugo von Hofmannsthal, 2. 11. 1910 |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1910-11-02 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Mittwoch, 2. 11. 1910

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Weiteres

Arthur Schnitzler an Hugo von Hofmannsthal, 2. 11. 1910

|Schluss des Briefes vom 2. 11. 1910.
Zu Ihrer Nachschrift habe ich einiges zu bemerken. Dass Ihnen ein Buch von mir künstlerisch oder menschlich zuwider ist, das ist Ihr gutes Recht. Dass Sie es mir sagen Ihre Pflicht. Wie Sie sich zu Andern darüber äussern, Sache Ihres Temperaments und Ihres Geschmacks. Aber dass Sie irgend ein Buch von mir, Ihnen persönlich zugeeignet, lieber Hugo, »halb zufällig halb absichtlich in der Bahn liegen lassen« und dass Sie es notwendig finden mir zwei Jahre nachher davon Mitteilung zu machen, das scheint mir für einen Spass nicht lustig genug und ernst genommen völlig unvereinbar mit unseren künstlerischen und menschlichen Beziehungen, wie ich sie bisher gesehen habe. Drängte es Sie so sehr den Eindruck von damals nachzuprüfen, so hatten Sie es leicht genug diese Absicht durchzuführen, ohne gerade von dem Autor selbst ein zweites Exemplar zu erbitten, dem Autor, gegen dessen erste freundschaftliche Widmung Sie sich in einer so wenig üblichen Weise betragen haben, wie es mir dem verwerflichsten Produkte eines Unbekannten gegenüber niemals einge|fallen wäre, der mir die Höflichkeit einer Dedikation erwiesen. Aber wenn Ihr auf Neuerwerbung dieses Buches abzielender Wunsch, der ja gewiss liebenswürdig und taktvoll gemeint war, Ihrer feinen Feder wie unter einem dämonischen Zwang so ganz ins Gegenteil geraten musste, so ist mir das ein Beweis, dass die gewiss nichts weniger als oberflächlichen Gründe für Ihr unglückliches Verhältnis zu meinem Roman auch heute noch fortbestehen und ein Versuch von Ihrer Seite sich zu dieser persönlichsten meiner Schöpfungen in ein neues Verhältnis zu setzen vorläufig nur wenig Aussicht auf Erfolg haben dürften. Und ehe ich mein Kind, wie Sie den Roman mit einer fast über das Bild hinausgehenden Richtigkeit bezeichnen, zum zweiten Mal der Gefahr eines meskinen Eisenbahnunfalls aussetzen möchte, ziehe ich es doch vor es weiter im Unfrieden mit Ihnen leben zu lassen, ein Zustand, bei dem Sie sich meines Wissens geradeso wohl befunden haben wie das liebe Kind und dessen getreuer Vater, der Sie wie immer herzlichst grüsst als
Ihr
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