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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 12. 10. 1911
Schnitzler, Arthur
Wien
Empfang: [13. 10. 1911 – 17. 10. 1911?]
Brandes, Georg
Kopenhagen
Textzeuge 1
Signatur Dk, Kopenhagen, Det Kongelige Bibliotek, Georg Brandes Arkiv, box 125
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.552 Zeichen (Briefpapier mit Trauerrand)
Handschrift schwarze Tinte, lateinische Kurrentschrift
Zufügungen
Ordnung mit Bleistift von unbekannter Hand beschriftet: »Schnitzler« und »Arthur Schnitzler«, nummeriert: »32.« und mehrere Unterstreichungen
Veröffentlichung 1
Georg Brandes, Arthur Schnitzler: Ein Briefwechsel. Herausgegeben von Kurt Bergel. Bern: Francke 1956, S. 102.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Georg Brandes, 12. 10. 1911. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02035.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02035«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Donnerstag, 12. 10. 1911

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Schnitzler – S. Fischer
Gedruckte Briefwechsel

Samuel Fischer an Arthur Schnitzler, 12.10.1911

Quelle: Samuel Fischer, Hedwig Fischer: Briefwechsel mit Autoren. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main: 1989. (nur Korrespondenz mit Arthur Schnitzler)

Weiteres

Arthur Schnitzler an Georg Brandes, 12. 10. 1911

Lieber und verehrter Herr Brandes,

ich habe mich in der Angelegenheit des Frl. Prozor gleich an die Neue Freie Presse gewendet; hier das Resultat.
Sie reisen überall hin – nur nach Wien wollen Sie niemals kommen! Nun, vielleicht führt uns der nächste Sommer wieder nordwärts, und man sieht einander wieder. Es freut mich immer so sehr in Ihren Briefen zu lesen, daß Sie meiner |in Sympathie gedenken;– was Sie, mein verehrter und lieber Freund mir bedeuten – mir schon bedeutet haben, lang eh Sie von meiner Existenz wußten, das fühlen Sie wohl! Nur schade, daß man sich meist an diesem Wissen u Fühlen muß genügen lassen – und in so vielen vielen Jahren innerer Zusammengehörigkeit keine fünfzig Stunden miteinander verbracht hat!
– Ich bin nun mit den Proben meiner |neuen Tragikomödie »das weite Land« beschäftigt – am Sonntag ist die Première zugleich am Burgtheater, in Berlin, München, Hamburg, Frankfurt und noch etlichen andern Städten. Sie werden das Buch in diesen Tagen bekommen; hoffentlich werden Sie einige Freude daran haben.
– Der schwarze Rand dieses Blattes besagt, daß meine Mutter gestorben ist. Es sind nun fünf Wochen her – nach einer |Lungenentzündung, von der sie gar nichts verspürte (sie glaubte im Sanatorium eine Mastkur zu gebrauchen,) ist sie ruhig eingeschlafen für ewige Zeit. –
Leben Sie wohl, erhalten Sie mir Ihre Freundschaft, und lassen Sie uns ein Wiedersehen in guter Gesundheit erhoffen.
Herzlichst der
Ihre
ArthurSchnitzler
Meine Frau grüßt Sie. Auch sie möchte so gern wieder einmal Georg Brandes sehen!
    Bildrechte © Det Kongelige Bibliotek, Kopenhagen