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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: [13. 6. 1914]
Hofmannsthal, Hugo von
Rodaun
Empfang: [14. 6. 1914 – 18. 6. 1914?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 43
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.503 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift datiert: »Juni 914« und beschriftet: »Hugo«
Ordnung 1) mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »«
2) mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »350«
Veröffentlichung 1
Hugo von Hofmannsthal, Arthur Schnitzler: Briefwechsel. Herausgegeben von Therese Nickl, Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1964, S. 275.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Hugo von Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, [13. 6. 1914]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02182.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02182«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02182.html |titel=Hugo von Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, [13. 6. 1914] |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1914-06-13 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Samstag, 13. 6. 1914

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Kalliope Verbundkatalog
Weiteres

Hugo von Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, [13. 6. 1914]

|Rodaun, Samstag

mein lieber Arthur

ich höre, Ihr seid von Eurer großen Reise wohlbehalten zurück, und wir haben den herzlichen Wunsch Euch zu sehen!
Ich war indessen in Paris, hatte dort recht trübe niedergeschlagene Tage (von innen heraus, und in solchen Zeiten ist mir eine große fremde Stadt nicht günstig), traf dann meinen Vater in Frankfurt, brachte ihn nach Nauheim, wo die Cur ihm, wie es scheint, recht wohl tut. – Wie |könnten wir uns sehen, Arthur? Wir sind sicher noch die ganze Woche da bis zum 22ten etwa.Wir haben aber keine Möglichkeit des Übernachtens mehr in der Stadt.Wenn Ihr wie neulich die Bären, zu einem gemeinsamen Nachtmahl nach Hietzing kämet – und etwa schon um 7 oder so dort wäret, rendezvous vor dem Parkhôtel, dass man |vorher eine Stunde miteinander im Schönbrunner Park herumginge oder säße – das wäre sehr schön. Schreiben Sie eine Zeile, jeder Tag wird uns recht sein.
Noch eines, da Sie ja mein eigentlicher Hausarzt sind. In der (irrigen) Idee von etwas Gicht ließ ich eine Analyse machen; sie ergab nichts Pathologisches, nur: Traubenzucker, nur in Spuren, |quantitativ nicht nachweisbar. Mein hiesiger Landarzt, der recht gescheidt, nur etwas summarisch ist, sagt, das käme bei vielen Leuten vor, habe gar nichts auf sich, bedeute durchaus nicht einen Anfang oder eine Andeutung dieser Krankheit.Ist das richtig?
Von Herzen Ihr
Hugo.
PS. Meine oben gemeldete Niedergeschlagenheit hat nichts mit Hypochondrien zu tun, die mich durchaus nicht beschäftigen; obige Analyse kam mir erst gestern vor Augen.
    Bildrechte © University Library, Cambridge