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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 22. 6. 1915
Adam, Robert
Zistersdorf
Empfang: [23. 6. 1915 – 27. 6. 1915?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.NZ85.1.4230,9
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 2 Seiten, 1.667 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler 1) mit Bleistift beschriftet: »Adam«
2) mit rotem Buntstift eine Unterstreichung

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Robert Adam an Arthur Schnitzler, 22. 6. 1915. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02209.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02209«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Dienstag, 22. 6. 1915

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Robert Adam an Arthur Schnitzler, 22. 6. 1915

|Zistersdorf, 22. Juni 1915.

Hochverehrter Herr Doktor!

Ich kann Ihnen anzeigen, daß es mir nach längerer Beratung mit unserem Postmeister, der über den Kriegspostverkehr mit den Verbündeten nicht viel besser informiert zu sein scheint als ich, gelungen ist, das Manuskript des »Fremden« mit einem Briefe an den Fischerschen Verlag zu senden, und ich gebe mich der Hoffnung hin, daß beides den Bestimmungsort erreicht.
Zugleich erlaube ich mir, Ihnen das Manuskript der Komödie: »Gesellschaft« zu schicken, die, wie ich Ihnen erzählte, vom »Deutschen Volkstheater« abgelehnt wurde. Ein Meisterwerk issie ja gewiß nicht, obwohl ich meinen möchte, daß sie, vom technischen Gesichtspunkt aus betrachtet, einem gelernten »Dramaturgen« Freudentränen entlocken könnte. Aber sie ist |wohl vergnüglich; allerdings kann ich diese ihre Eigenschaft selbst nicht objektiv einschätzen, aber ich schließe es daraus, daß ich sie mit derselben Behaglichkeit niederschrieb, die den alten Dumas beim Verfassen seiner heitern Romane hell auflachen ließ. Wenn die Erlebnisse meiner Helden, die ich zum größten Teil persönlich kennen lernen durfte – den Daniel Rubinstein schilderten mir nur Personen, die er mit seiner interessanten Bekanntschaft beehrt hatte –, Sie auch nur ein wenig erheitern, wird es mich außerordentlich freuen. Eigentlich habe ich doch die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben, diese Komödie bei einer Bühne anzubringen (allenfalls nach einigen Verbesserungen); denn ich glaube, daß sie eine ganze Anzahl »guter Rollen« enthält.
Indem ich Ihnen, hochverehrter Herr Doktor, für Ihre große Liebenswürdigkeit nochmals herzlich danke, verbleibe ich Ihr sehr ergebener
Robert Adam
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar