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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 19. 8. 1919
Adam, Robert
Wien
Empfang: [19. 8. 1919 – 23. 8. 1919?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 1
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 3 Seiten, 1.971 Zeichen
Handschrift blaue Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler 1) mit Bleistift beschriftet: »Adam«
2) mit rotem Buntstift zwei Unterstreichungen
Ordnung mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »13«
Textzeuge 2
Signatur A, Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod.ser. 52.268, 21 recto und 23
Beschreibung Handschriftliche Abschrift, 2 Blätter, 2 Seiten, 1.971 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, Gabelsberger Kurzschrift
Textzeuge 3
Signatur A, Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod.ser. 52.268, 21 recto und 23
Beschreibung Maschinenschriftliche Abschrift, 2 Blätter, 2 Seiten, 1.971 Zeichen
Herstellung Schreibmaschine

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Robert Adam an Arthur Schnitzler, 19. 8. 1919. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02325.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02325«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02325.html |titel=Robert Adam an Arthur Schnitzler, 19. 8. 1919 |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1919-08-19 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Dienstag, 19. 8. 1919

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Robert Adam an Arthur Schnitzler, 19. 8. 1919

|Wien, am 19. August 1919

Hochverehrter Herr Doktor!

Von Wegscheid bei Maria Zell zurückgekehrt, wo ich nach vollbrachter Karlsbader Kur Frau und Kind aufsuchte, um sie glücklich heimzubringen, finde ich Ihre Karte vor, die mir nach Karlsbad nachgeschickt und von dort zurückgesendet worden war. Ich freue mich darauf, Ihnen über meine Schicksale bei Ihrer Rückkehr mündlich berichten zu können; erfreulich sind sie schließlich nicht. Wenn Ärger, wie die Ärzte behaupten, auf die Folgeerscheinungen von Magengeschwüren ungünstig einwirkt, so trägt das Deutsche Volkstheater zum guten Teile Schuld daran, daß ich mich durch vier Wochen in Karlsbad mit Felsenquelle und Moorumschlägen abgeben mußte. Der »Fremde« hat alle interessiert: den Dr Glücksmann, |den Dr Waniek, den Dr Rosenthal und den Direktor, und ich war schon fast meiner Sache sicher: bis der Direktor mir seinen Entschluß bekanntgab, das Stück doch nicht zu geben, da es keine sich steigernde Handlung und daher keine Aussicht auf Erfolg habe. Seither war der »Fremde« auch schon im Burgtheater und wurde mit anerkennenswerter Eile und einem Formular retourniert. Von dem Welser Stück wollte Dr Waniek ohne Umarbeitung, die er am liebsten von einem Kompagnon – Engel  oder sonst wem – vorgenommen wüßte, überhaupt nichts wissen; und zu einer solchen Arbeit fehlte es mir bisher an Lust und an Stimmung. –
Es issehr traurig, daß auch die Märchenkomödie, die ich in Karlsbad fleißig skizziert habe, keine Bühne finden wird, da der Stoff derart ist, daß überhaupt nur wenige begreifen werden, wie man zu ihm habe gelangen können: was mich aber nicht abhalten soll, die Arbeit, die mich persönlich interessiert, |zu Ende zu bringen, obwohl sie mich, der Anlage nach, viel Zeit und Mühe kosten wird. Ich hoffe, daß Sie, hochverehrter Herr Doktor, dereinst meine Stoffwahl nicht allzusehr schelten werden.
Indem ich Ihnen angenehmen Abschluß des Sommeraufenthalts wünsche, bin ich mit den herzlichsten Grüßen Ihr sehr ergebener
DrRAdam
    Bildrechte © University Library, Cambridge