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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 22. 10. 1924
Mann, Thomas
Sestri Levante
Empfang: [23. 10. 1924 – 27. 10. 1924?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 67
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 2 Seiten, 1.048 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler 1) mit Bleistift beschriftet: »Thomas Mann«
2) mit Bleistift unterhalb des Brieftextes Antwortskizze: »Der Zumuthg den Zauberberg zu lesen. .  seh«
3) mit rotem Buntstift mehrere Unterstreichungen
Veröffentlichung 1
Hertha Krotkoff: Arthur Schnitzler – Thomas Mann: Briefe. In: Modern Austrian Literature, Jg. 7 (1974) Nr. 1/2, S. 22.
Veröffentlichung 2
Hans-Ulrich Lindken: Arthur Schnitzler. Aspekte und Akzente. Materialien zu Leben und Werk. Frankfurt am Main, Bern, Göttingen: Peter Lang 1984, S. 197 (Europäische Hochschulschriften, Reihe 1, Deutsche Sprache und Literatur, 754).

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Thomas Mann an Arthur Schnitzler, 22. 10. 1924. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02417.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02417«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Mittwoch, 22. 10. 1924

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Kempny Tagebuch

Hedy Kempny, Tagebucheintrag vom 22. Oktober 1924

Quelle: Hedy Kempny und Arthur Schnitzler: Das Mädchen mit den dreizehn Seelen. Eine Korrespondenz ergänzt durch Blätter aus Hedy Kempnys Tagebuch sowie durch eine Auswahl ihrer Erzählungen. Hg. v. Heinz P. Adamek. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1984. (Neue Frau)

Weiteres

Thomas Mann an Arthur Schnitzler, 22. 10. 1924

|Sestri-Lev. den 22. X. 24.

Verehrter Herr Dr. Schnitzler,

es ist mir ein Bedürfnis, Ihnen für die schönen Stunden zu danken, die ich hier mit der Lektüre Ihrer neuen Komödie verbrachte, dieses glänzenden, leidenschaftlichen Gesellchaftsstückes, das die Maße und Grenzen dieser Gattung auf so festliche Weise weitert oder soll man sagen: zerbricht. Ich kann es kaum erwarten, das Werk auf dem Theater zu sehen, und doch bangt mir auch wieder davor. Werden unsere Schauspieler eine »Konversation« beherrschen, die sich jeden Augenblick zur Sprache des großen Dramas erhebt? Jedenfalls hoffe ich, daß das Münchener Residenztheater recht bald die Gelegenheit ergreift, zu |zeigen, was es kann.
Nächsten Monat versendet Fischer meinen Roman »Der Zauberberg«. Natürlich werde ich ihn bitten, Ihnen ein Exemplar zu schicken, aber Sie bitte ich, erblicken Sie keinerlei Zumutung darin! Ich denke sehr zögernd über die Menschenmöglichkeit des unförmigen Opus und entbinde jeden, dem ich es zugehen lasse, feierlich von jeder Aeußerung darüber.
Ihr ergebenster
Thomas Mann.
    Bildrechte © University Library, Cambridge