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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 5. 1. 1925
Schnitzler, Arthur
Wien
Empfang: [5. 1. 1925 – 9. 1. 1925?]
Mann, Thomas
Textzeuge 1
Signatur CH, Zürich, Thomas-Mann-Archiv, B-II-SCHNM-3
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 2 Seiten, 1.382 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, lateinische Kurrentschrift
Veröffentlichung 1
Hertha Krotkoff: Arthur Schnitzler – Thomas Mann: Briefe. In: Modern Austrian Literature, Jg. 7 (1974) Nr. 1/2, S. 23–24.
Veröffentlichung 2
Hans-Ulrich Lindken: Arthur Schnitzler. Aspekte und Akzente. Materialien zu Leben und Werk. Frankfurt am Main, Bern, Göttingen: Peter Lang 1984, S. 198 (Europäische Hochschulschriften, Reihe 1, Deutsche Sprache und Literatur, 754).

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Thomas Mann, 5. 1. 1925. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02429.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02429«.

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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Montag, 5. 1. 1925

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Schnitzler – S. Fischer
Kino

Schnitzler geht ins Kino, 5. Januar 1925

Quelle: »A. ist manchmal wie ein kleines Kind«. Clara Katharina Pollaczek und Arthur Schnitzler gehen ins Kino. Herausgegeben von Stephan Kurz und Michael Rohrwasser unter Mitarbeit von Daniel Schopper. Wien, Köln, Weimar: Böhlau Verlag 2012.

Weiteres

Arthur Schnitzler an Thomas Mann, 5. 1. 1925

Wien, 5. 1. 925

lieber und verehrter Herr Thomas Mann,

dass man auf das Geschenk eines solchen Buches, wie Sie es nun der Welt gegeben, auch nur mit einem Dankbrief erwidern kann, ist einigermaßen lächerlich. Es ist ein wunderbares und ein wundersames Werk, Ihr Zauberberg – von Kapitel zu Kapitel war ich tiefer und beglückender gefangen und umfangen, und mir war schwer ums Herz, als ich Ihren Castorp in sein blutig-unabänderliches Schicksal entlassen mußte. Aber auch wenn er nur in ein heitreres und hoffnungsvolleres entrückt worden wäre; – ich hätte um ihn geklagt, da Sie doch in keinem Fall weiter von ihm erzählen wollten. Innerhalb eines solchen unendlich reichen Complexes ein Element gesondert hervorheben wollen ist in jedem Fall ein zu kühnes, u außerdem überflüssiges Unterfangen: und doch drängt es mich zu sagen, dass in der Darstellung von Joachims Hinscheiden und Gestorbensein mir etwas einziges, unvergeßliches erreicht scheint. Sie haben den Humor des Sterbens und des Todes erfaßt und festgehalten – ich weiß nichts ähnliches in der deutschen Romanliteratur – auch in keiner anderen.
Manche Fragen erheben sich in der Lecture, aesthetischer, und politischer, und religiöser Natur; – ich wünschte sehr über manches einmal mit Ihnen reden zu dürfen. Hoffentlich ists mir einmal vergönnt. Zum Ende nur nochmals – Dank, Bewunderung und tiefste Sympathie!
Ihr
Arthur Schnitzler