Einstellungen

Ansicht
Faksimile
Bilder neben dem Text
Textkritik
Textkritische Zeichen
Langes-s (ſ)
Gemination m (m̅)
Gemination n (n̅)
Streichung
Hinzufügung
Markierung von Entitäten
Alle Markierungen
Personen
Werke
Orte
Institutionen
Ereignisse

Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 1. 5. 1927
Adam, Robert
Wien
Empfang: [1. 5. 1927 – 5. 5. 1927?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 1
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.658 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler 1) mit Bleistift beschriftet: »Adam«
2) mit rotem Buntstift vereinzelte Unterstreichungen
Ordnung mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »18«
Textzeuge 2
Signatur A, Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod.ser. 52.268, 335 und 330
Beschreibung Handschriftliche Abschrift, 2 Blätter, 2 Seiten, 1.658 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, Gabelsberger Kurzschrift
Textzeuge 3
Signatur A, Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod.ser. 52.268, 335 und 330
Beschreibung Maschinenschriftliche Abschrift, 2 Blätter, 2 Seiten, 1.658 Zeichen
Herstellung Schreibmaschine

Textqualität

Diese Abschrift wurde noch nicht ausreichend mit dem Original abgeglichen. Sie sollte derzeit nicht – oder nur durch eigenen Abgleich mit dem Faksimile, falls vorliegend – als Zitatvorlage dienen.

Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Robert Adam an Arthur Schnitzler, 1. 5. 1927. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02485.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02485«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02485.html |titel=Robert Adam an Arthur Schnitzler, 1. 5. 1927 |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1927-05-01 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Sonntag, 1. 5. 1927

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Gedruckte Briefwechsel

Hedy Kempny an Arthur Schnitzler, 1.5.1927

Quelle: Hedy Kempny und Arthur Schnitzler: Das Mädchen mit den dreizehn Seelen. Eine Korrespondenz ergänzt durch Blätter aus Hedy Kempnys Tagebuch sowie durch eine Auswahl ihrer Erzählungen. Hg. v. Heinz P. Adamek. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1984. (Neue Frau)

Weiteres

Robert Adam an Arthur Schnitzler, 1. 5. 1927

|Wien, am 1. Mai 1927.

Hochverehrter Herr Doktor!

Ich darf Ihnen neuerlich für eine Gabe danken, für Ihr »Spiel im Morgengrauen«, das mir durch den Verleger zugegangen ist. Welche Lust künstlerischen Genießens es mir bereitete, kann ich nicht ausdrücken. Es kam mir vor, als hätten Sie sich aus unserer staubigen Verfallszeit in ein altes Wiener Griechenland geflüchtet, in dem auch über den düstersten Ereignissen, über dem Kampf und Vergehen |der kleinen Menschen ein ewigblauer Himmel bei kühlen Frühlingslüften lacht, in ein Land, das wir alle gekannt haben, ein Orplid ohne die Nebelhaftigkeit romantischen Ahnens, in dem vielmehr alle Konturen und alle Gestalten klar umrissen und hell beschienen sind. Solange Sie dies Wiener Alt-Hellas mit Ihren Gestalten, Gefühlen und Gedanken beleben, ist es nicht untergegangen und wir dürfen uns hineinflüchten wie in die Erinnerung froher Jugendtage. Wie harmonisch ist dort alles, wie harmonisch selbst die Disharmonie! Und wie froh macht mich die Klarheit Ihrer |Sprache, voll und funkelnd wie reifer Wein! Sie wirkte auf mich doppelt mächtig, da ich vom Ärger über den neologischen Nachwuchs herkam, der sich entrüstet gegen die Zumutung wehrt, die »Sprache des 19. Jahrhunderts« zu sprechen, und infolgedessen kühnlich die des 21. vorwegnimmt, feierlich um den Gral der Unverständlichkeit bemüht, die Ritterschar von Wortsalvat. –
Ihrer freundlichen Einladung, Sie einmal aufzusuchen, werde ich natürlich mit größter Freude nachkommen. Vielleicht könnten Sie mir den Ihnen genehmen Tag durch Dr Karl Pollak im kurzen Wege mitteilen lassen.
|Unter Wiederholung meines Dankes mit den besten Empfehlungen
Ihr ergebener
DrRAdam.
    Bildrechte © University Library, Cambridge