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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 10. 4. 1928
Schnitzler, Arthur
Wien
Empfang: [10. 4. 1928 – 14. 4. 1928?]
Adam, Robert
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, 96.34.2/30
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 1 Seite, Kuvert, 1.652 Zeichen
Herstellung Schreibmaschine
Handschrift Bleistift (Korrekturen, Unterschrift)
Textzeuge 2
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, 85.1.1621
Typ Brief
Beschreibung Durchschlag, 1 Blatt, 1 Seite, Kuvert, 1.652 Zeichen
Herstellung Schreibmaschine
Handschrift Bleistift, lateinische Kurrentschrift (Vermerk: »Pollak«, »Priv« und »Kritik«)
Veröffentlichung 1
Arthur Schnitzler: Briefe 1913–1931. Herausgegeben von Peter Michael Braunwarth, Richard Miklin, Susanne Pertlik, Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1984, S. 540–541.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Robert Adam, 10. 4. 1928. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02498.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02498«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Dienstag, 10. 4. 1928

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Mikroverfilmung des Nachlasses

Mappe A29

Datumsangabe auf Blatt von Roman-Fagment (Wurstl): »Besondere Kunstleistungen…«

Mikroverfilmung des Nachlasses

Mappe A35

Datumsangabe auf Blatt von Abenteurernovelle: »Ist dies das Haus des Geronte?«

Kalliope Verbundkatalog
Weiteres

Arthur Schnitzler an Robert Adam, 10. 4. 1928

|Dr Arthur Schnitzler
|Herrn Hofrat Dr. Robert Adam Pollak,

|Dr Arthur Schnitzler
10. 4. 1928.

Verehrtester Herr Hofrat.

Ihr neues Werk, die Märchenkomödie, habe ich mit vielem Interesse, aber doch mit einer manchmal absinkenden Teilnahme an den Vorgängen des Stücks gelesen. Ich konnte mich in den Stil nicht ganz hineinfinden; das politische und das poetische Element scheinen mir nicht durchaus zur Harmonie gediehen. Mit dem Wundervogel vermochte ich – ob ich ihn nun allegorisch, symbolisch oder phantastisch zu nehmen suchte – nichts Rechtes anzufangen, und eine letzte Klarheit, auf die man gerade nach der entschiedenen und vornehmen, geistigen Haltung Ihrer Komödie Anspruch zu erheben sich gedrungen fühlte, blieb am Ende doch aus. Im Einzelnen gibt es ja, wie selbstverständlich, manches Amüsante, viel Feines und auch allerlei Herbes (was mir besonders zusagte), die Verse knitteln, insbesondere wo sie sich humoristisch gebärden, sehr gewandt an Ohr und Sinn vorbei. Sicher würde auch manche Szene auf der Bühne ihre Wirkung tun, – trotzdem kann ich begreifen, dass die Theater nach einem Drama, das trotz und vielleicht wegen seines beträchtlichen, nicht so sehr künstlerischen als geistigen Niveaus, einen äusseren Erfolg etwas unsicher erscheinen lässt, in diesen Zeiten nicht eben lüstern sind.
Mich, verehrter Herr Hofrat, hat es jedesfalls sehr gefreut Ihnen endlich wieder, vorläufig auf eine so mittelbare Weise zu begegnen; – nach meiner Rückkehr von einer Reise, die ich übermorgen antrete, hoffe ich Sie auch persönlich wieder bei mir begrüssen zu dürfen.
Ihr herzlich ergebener
[handschriftlich:] Arthur Schnitzler
[maschinenschriftlich:] Herrn Hofrat Dr. Adam Robert Pollak,
Wien.
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar