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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 1. 2. 1929
Mann, Thomas
München
Empfang: [2. 2. 1929 – 6. 2. 1929?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 67
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 2 Seiten, 1.435 Zeichen
Herstellung Schreibmaschine
Handschrift schwarze Tinte (Unterschrift)
Zufügungen
Schnitzler mit rotem Buntstift mit Datum einer nicht erhaltenen Antwort versehen oder eine Wiederholung von Monat und Jahr mit vorangestellter Jahreszahl: »29 II–« und beschrieben: »Amerika, Liste« sowie mehrere Unterstreichungen
Veröffentlichung 1
Hertha Krotkoff: Arthur Schnitzler – Thomas Mann: Briefe. In: Modern Austrian Literature, Jg. 7 (1974) Nr. 1/2, S. 26.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Thomas Mann an Arthur Schnitzler, 1. 2. 1929. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02508.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02508«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Freitag, 1. 2. 1929

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Schnitzler – S. Fischer
Kino

Schnitzler geht ins Kino, 1. Februar 1929

Quelle: »A. ist manchmal wie ein kleines Kind«. Clara Katharina Pollaczek und Arthur Schnitzler gehen ins Kino. Herausgegeben von Stephan Kurz und Michael Rohrwasser unter Mitarbeit von Daniel Schopper. Wien, Köln, Weimar: Böhlau Verlag 2012.

Kalliope Verbundkatalog
Weiteres

Thomas Mann an Arthur Schnitzler, 1. 2. 1929

|Dr. Thomas Mann München den 1. II. 29.

Lieber, verehrter Herr Doktor Schnitzler,

Haben Sie Dank für Ihre Zeilen! Ich war glücklich, sie zu erhalten, denn ich hatte ein schlechtes Gewissen, weil ich in Wien nicht versucht habe, mich mit Ihnen in Verbindung zu setzen, Sie zu sehen, zu sprechen. Ich brauche kaum zu sagen, warum es nicht geschah. Es war Scheu vor dem schrecklichen Kummer, den das Schicksal Ihnen kürzlich zugefügt hat, und von dem wir alle mit Ihnen so tief erschüttert wurden. Ich wusste nicht, ob Sie aufgelegt seien, meinen Besuch oder irgend welchen anderen zu empfangen. Aber Ihre Zeilen lassen mich hoffen, dass ich bald wieder einmal die Freude haben werde, Ihnen die Hand zu drücken.
Nun zu Ihrer Anfrage. Ich habe die Aufforderung des »Book of the Month Club« erhalten und zustimmend beantwortet. Die Leute stellen sich ein präsentables Komitee zusammen, und da sie notorisch viel Geld haben, finde ich nichts Böses darin, mir meinen Namen honorieren zu lassen, zumal es ja in der Tat nicht ganz ausschliesslich der Name ist, sondern ich durchaus gesonnen bin, ihnen von Zeit zu Zeit einen Brief zu schreiben und sie auf deutsche Bücher hinzuweisen, die für ihre Veröffentlichungen in Betracht kommen. Das ist eine geistige Teilnahme, die sie belohnen |dürfen. Natürlich würde ich mich freuen, wenn Sie diesen Gesichtspunkt anerkennen würden und auch dabei wären.
Seien Sie recht herzlich und verehrungsvoll begrüsst
von Ihrem ergebenen
[handschriftlich:] Thomas Mann
    Bildrechte © University Library, Cambridge