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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 18. 2. 1930
Bahr, Hermann
München
Empfang: [19. 2. 1930 – 23. 2. 1930?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 5b
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 2 Seiten, 1.194 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit rotem Buntstift beschriftet: »Bahr«
Ordnung mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »186«
Veröffentlichung 1
Hermann Bahr, Arthur Schnitzler: Briefwechsel, Aufzeichnungen, Dokumente (1891–1931). Herausgegeben von Kurt Ifkovits, Martin Anton Müller. Göttingen: Wallstein 2018, S. 595.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Hermann Bahr an Arthur Schnitzler, 18. 2. 1930. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02532.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02532«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Dienstag, 18. 2. 1930

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Weiteres

Hermann Bahr an Arthur Schnitzler, 18. 2. 1930

Lieber Arthur!

Wenn ich Dir für die große Freude, die mir Dein lieber Brief bereitet, nur ganz kurz danke, so mußt Du das mit meinem elenden Zustand entschuldigen: ich bin seit Jahren schon immer wenn der Februar beginnt und so lange bis der April kommt, krank, sozusagen von oben bis unten und durch und durch krank; eben jetzt lag ich wieder eine Woche zu Bett, und das Schlimmste daran ist, daß meine Sehkraft schwindet, ich bin auf dem rechten Auge schon erblindend und das linke will schon auch nicht mehr recht seinen Pflichten genügen. »In Bereitschaft sein ist alles!«, nun ich bin bereit, aber es ist nicht angenehm.
Deine Bücher habe ich alle, besonders die Sprüche und Bedenken sind mir vertraut und wenn ich nicht mit |allem »einverstanden« bin, so weiß ich mich in alles »einzufühlen«.
Sag’s nicht weiter, wenn ich Dir gestehe, daß von Jahr zu Jahr mein Heimweh nach Wien wächst, fassstark wie das meiner Frau, die vor Sehnsucht, in Wien zu wirken, fast vergeht. Aber Wien ist vergeßlich und so werden wir wohl in der Verbannung sterben.
Herzlichst Dein gedenkend, auch die paar Freunde, die noch meiner gedenken, bestens grüßend
Dein alter, allzu alter
Hermann
    Bildrechte © University Library, Cambridge