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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 12. 2. 1912
Schnitzler, Arthur
Wien
Empfang: [12. 2. 1912 – 16. 2. 1912?]
Rie, Therese
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS1985.1.253
Typ Brief
Beschreibung Durchschlag, 1 Blatt, 2 Seiten, 1.490 Zeichen
Herstellung Schreibmaschine
Handschrift Arthur Schnitzler roter Buntstift, lateinische Kurrentschrift (Beschriftung mit »Andro« in der linken, mit »Ri« in rechten oberen Ecke. Oberhalb von »musikalische Legende« der Name des Werks: »( Palestrina )« und zwei Unterstreichungen)
Handschrift roter Buntstift, lateinische Kurrentschrift (in der rechten oberen Ecke Vermerk, dass es sich um einen Durchschlag (Kopie) handelt: »K«)
Veröffentlichung 1
Arthur Schnitzler: Briefe 1875–1912. Herausgegeben von Therese Nickl, Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1981, S. 690–691.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Therese Rie-Andro, 12. 2. 1912. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02574.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02574«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Montag, 12. 2. 1912

Aufenthaltsorte
Arthur Schnitzler digital (Werke 1905–1931)
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Wiener Schnitzler
Gedruckte Briefwechsel

Arthur Schnitzler an L. Andro, 12. 2. 1912

Quelle: Arthur Schnitzler: Briefe 1875–1912. Hrsg. v. Therese Nickl u. Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1981.

Mikroverfilmung des Nachlasses

Mappe A118

Datumsangabe auf Blatt von Professor Bernhardi: »Dritter Akt.«

Kalliope Verbundkatalog
Kalliope Verbundkatalog
Weiteres

Arthur Schnitzler an Therese Rie-Andro, 12. 2. 1912

|12. 2. 1912.

Sehr verehrte Frau.

Die musikalische Legende von Hans Pfitzner habe ich mit grösstem Interesse gelesen; als Grundlage für musikalische Bearbeitung scheint mir das Buch sehr glücklich entworfen, aber dichterische und theatralische Qualitäten selbständiger Art würden für Einfall und Durchführung auch bei solchen Lesern Anteilnahme werben, die nicht, wie es mir begegnet ist, schon während der Lektüre immerfort Musik mitklingen hörten, leider noch nicht die von Pfitzner, der ich mich diesmal ganz besonders entgegenfreue. Vielleicht gebricht es dem zweiten Akt ein wenig an innerer Klarheit, doch denke ich mir wird die Musik hier manches zu entwirren imstande sein, was die Knappheit des Textes allzu dicht verknotet hat. Eine Kleinigkeit noch. Im letzten Akt sollten die Leute auf der Strasse nicht »Eviva!« rufen; man muss ja annehmen, dass das Ganze aus dem Italienischen ins Deutsche über|tragen ist und so wirkt es etwas unlogisch, dass gerade dieses eine populäre Wort italienisch stehen geblieben ist.
Bitte, verehrte Frau, Hans Pfitzner in meinem Namen für sein Vertrauen aufs Herzlichste zu danken. Ich hoffe es bald persönlich tun zu können, da er ja im Frühjahr nach Wien kommen dürfte. Von Ihnen hoffe ich bald wieder etwas zu lesen; ich irre mich ja nicht, wenn ich Sie mit der Verfasserin eines Novellenbuches (hiess es nicht die »Augen des Hyronimus«) identifiziere, das ich vor einer Reihe von Jahren mit Vergnügen kennen gelernt habe.
Mit verbildlichem Gruss
 
Frau L. Andro, Wien.
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar