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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 13. 9. 1910
Ebner-Eschenbach, Marie von
Zdislavice
Empfang: [14. 9. 1910 – 18. 9. 1910?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.NZ85.1.2822
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 1 Seite, 716 Zeichen
Herstellung Druck
Zufügungen
Zusatz Druck von »Theyer & Hardtmudth«

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Marie von Ebner-Eschenbach an Arthur Schnitzler, 13. 9. 1910. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02580.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02580«.

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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Dienstag, 13. 9. 1910

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Schnitzler – S. Fischer
Kalliope Verbundkatalog
Weiteres

Marie von Ebner-Eschenbach an Arthur Schnitzler, 13. 9. 1910

    |Sehr alt bin ich, Ihr Freunde und Verwandten,
    und nicht imstand, geliebte Gratulanten,
    zu danken so für Eure Huld und Güte,
    wie mich verlangt gar innig im Gemüte.
    Doch habt Geduld; vielleicht erscheint der Tag,
    an dem zu Kraft ich wieder kommen mag,
    und was ich jetzt muß still im Herzen tragen,
    aufjubelnd darf mit heller Stimme sagen.
    Laßt nur die Zeit, die liebe Zeit verfließen,
    ein neu Beginnen dankbar mich genießen;
    geraten erst in Zug die Zehn mal acht,
    dann fühl’ ich wieder mich ganz jung gemacht.
    Dann führt vielleicht zum Siege noch mein Ringen
    und spendet, was ich heut’ entbehren muß,
    die Fähigkeit, Euch würdig darzubringen
    aus voller Seele meinen Dankesgruß.
Marie von Ebner-Eschenbach.
Zdißlawitz, 13. September 1910.
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar