Einstellungen

Ansicht
Faksimile
Bilder neben dem Text
Textkritik
Textkritische Zeichen
Langes-s (ſ)
Gemination m (m̅)
Gemination n (n̅)
Streichung
Hinzufügung
Markierung von Entitäten
Alle Markierungen
Personen
Werke
Orte
Institutionen
Ereignisse

Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 23. 8. 1899
Herzfeld, Marie
Hallstätter See
Empfang: [24. 8. 1899 – 28. 8. 1899?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.1985.1.03436,2
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.372 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, lateinische Kurrentschrift

Textqualität

Diese Abschrift wurde noch nicht ausreichend mit dem Original abgeglichen. Sie sollte derzeit nicht – oder nur durch eigenen Abgleich mit dem Faksimile, falls vorliegend – als Zitatvorlage dienen.

Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Marie Herzfeld an Arthur Schnitzler, 23. 8. 1899. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02591.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02591«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02591.html |titel=Marie Herzfeld an Arthur Schnitzler, 23. 8. 1899 |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1899-08-23 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Mittwoch, 23. 8. 1899

Aufenthaltsorte
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Wiener Schnitzler
Weiteres

Marie Herzfeld an Arthur Schnitzler, 23. 8. 1899

|Steg 7 Hallstättersee 4
d. 23. Aug. 1899

Geehrter Herr Doktor!

Verzeihen Sie, dass ich mich telegraphisch an Sie wende – ich vermute Sie unter den obwaltenden Umständen in Ischl und habe keine Seele dort, die mir sympathisch genug wäre, um sie anzurufen. Ich bin seit etwas über 3 Wochen hier, bin mehreremale gelegen u. war bisher wenig |wol, dass ich mich zu einem Besuch in Ischl nicht aufraffen konnte, ja, eine Ansage bei Freunden daselbst zweimal telegraphisch absagen musste. Von unserer verehrten Marie Schey wusste ich seit Monaten gar nichts, hatte sie vor ihrer Abreise nicht mehr sehen können, schreibe ihr auch sonst nicht. Da ich aber auch etwas von ihr wissen wollte, |schrieb ich an sie vorgestern einen Brief voll von meinen, doch eigentlich nicht tiefgehenden Leiden u. erhalte als Antwort folgende »sneering words« von Herrn Al. Spitzer: »Spät erkundigen Sie sich um Tante Marie; sie liegt in Agonie.« Stellen Sie sich mein Entsetzen vor, da ich von nichts wusste. Mein erster Gedanke war: hinüberfahren. Da ich |jedoch keinesfalls mich einer Beleidigung von Seite der Menschen aussetzen möchte, die sich als allein berechtigt ansehen, die Umgebung der mir theuern Frau zu bilden u. denen ich seit Jahren ausgewichen bin, so bleibt mir nichts übrig als dies Wort an Sie, das, fürchte ich, schon zu spät kommt. Mit vielem Dank für jede Auskunft
grüße Sie aufs beste
Marie Herzfeld
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar