Einstellungen

Ansicht
Faksimile
Bilder neben dem Text
Textkritik
Textkritische Zeichen
Langes-s (ſ)
Gemination m (m̅)
Gemination n (n̅)
Streichung
Hinzufügung
Markierung von Entitäten
Alle Markierungen
Personen
Werke
Orte
Institutionen
Ereignisse

Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 16. 1. 1908
Herzfeld, Marie
Wien
Empfang: [16. 1. 1908 – 20. 1. 1908?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.1985.1.03436,3
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.380 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, lateinische Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler 1) mit Bleistift Vermerk »Marie Herzfeld«
2) mit rotem Buntstift Vermerk »Grillp. Preis« und fünf Unterstreichungen

Textqualität

Diese Abschrift wurde noch nicht ausreichend mit dem Original abgeglichen. Sie sollte derzeit nicht – oder nur durch eigenen Abgleich mit dem Faksimile, falls vorliegend – als Zitatvorlage dienen.

Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Marie Herzfeld an Arthur Schnitzler, 16. 1. 1908. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02592.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02592«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02592.html |titel=Marie Herzfeld an Arthur Schnitzler, 16. 1. 1908 |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1908-01-16 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Donnerstag, 16. 1. 1908

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Interviews
Wiener Schnitzler
Weiteres

Marie Herzfeld an Arthur Schnitzler, 16. 1. 1908

|Wien, den 16. Jan. 1908

Lieber und sehr geehrter Dr Schnitzler!

Gestatten Sie mir Ihnen zu sagen, wie sehr ich mich freue, dass Ihnen der Grillparzer-Preis verliehen worden und damit öffentlich ausgesprochen ist, wie ungerecht Sie – und übrigens nicht bloß Sie – in Oestreich gerade verkannt werden. Es drängt mich umso mehr, Ihnen das zu |sagen, weil ich einmal vor Jahren, wenngleich privat, in den gleichen Fehler verfiel. Als mich damals – es war in den Anatolzeiten – Ihr Herr Vater einmal traf und mit mir über Sie sprach und mir die Ehre erwies, mich um meine Meinung über die Tragkraft und Spannweite Ihres Talentes zu fragen, da konnte ich nicht anders als meinem |Eindruck gemäß sagen, es schiene mir mehr wie ein sehr empfindlicher Resonnanzboden als wie ein selbstständiges Instrument. Als ich nicht lang darauf Gedichte von Ihnen hörte, wurde ich zum erstenmale stutzig und seit dem Band »Der Stein des Weisen« weiß ich, dass ich mich sehr geirrt habe, fühle es mit Vergnügen immer wieder – (»Dämmerseelen« sind ein Meisterwerk und nicht einzig in Ihrem Repertoire –); es hat mich |dieser Irrtum viel gelehrt und vorsichtig und nachdenklich gemacht: übrigens ist mein Instinkt sonst ziemlich sicher.
Also nochmals meinen wärmsten Glückwunsch! Und dabei ist Schönherr keiner, den man misachten darf. Ich glaube, man wollte im »Zwischenspiel« Arthur Schnitzler ehren.
Mit vielen Grüßen,
Marie Herzfeld
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar