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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 24. 1. 1908
Schnitzler, Arthur
Wien
Empfang: [24. 1. 1908 – 28. 1. 1908?]
Herzfeld, Marie
Wien
Textzeuge 1
Signatur A, Wien, Privatbesitz Reinhard Urbach,
Typ Brief
Beschreibung Fotokopie, 1 Blatt, 3 Seiten, 1.360 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, lateinische Kurrentschrift
Zufügungen
Zusatz Das Original des Briefes ist verschollen. Evtl. könnte es sich beim Schreibmedium auch um blaue Tinte handeln.
Veröffentlichung 1
Marie Herzfeld: Briefe an Hugo von Hofmannsthal. Mitgeteilt von Reinhard Urbach In: Hofmannsthal-Blätter (1971) Nr. 6, S. 442.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Marie Herzfeld, 24. 1. 1908. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02599.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02599«.

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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Freitag, 24. 1. 1908

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Wiener Schnitzler
Gedruckte Briefwechsel

Arthur Schnitzler an Franz Nabl, 24.1.1908

Quelle: Reinhard Urbach: Arthur Schnitzler – Franz Nabl. Briefwechsel. In: Studium Generale, Jg. 24, 1971, S. 1256-1270.

Gedruckte Briefwechsel

Arthur Schnitzler an Gustav Pick, 24. 1. 1908

Quelle: Arthur Schnitzler: Briefe 1875–1912. Hrsg. v. Therese Nickl u. Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1981.

Kalliope Verbundkatalog
Weiteres

Arthur Schnitzler an Marie Herzfeld, 24. 1. 1908

|Dr. Arthur Schnitzler
24/1 908

verehrtes Fräulein,

ich danke Ihnen herzlich für Ihren liebenswürdgn Brief. Sie sind aber gewissenhaft! Es als Fehler einzubekennen, dass Sie mich nach meinem ersten Buch »verkannt« haben–! Dazu ist man ja geradezu verpflichtet. Ich glaube, ich habs selber auch gethan. Und thue es auch jetzt noch oft genug, in schlimmen Stunden (die einem in diesen schlimmen Stunden selbst als die einsichtsvollen erscheinen.) Im übrigen, wenn man die Wahl hätte zwischen verkannt und |»falsch gekannt« sein – ? Dies letztere passirt einem allerdings nach dem siebzehnten oder achtundzwanzigsten Buche eher als nach dem ersten. Und man erholt sich schwerer. Den Stein der Weisen (den Sie schätzen) hab ich nicht gefunden und nicht geschrieben. Sie meinen das Novellettenbuch »die Frau des Weisen«. Ich bin wohl vor dem Verdacht geschützt mich revanchiren zu wollen, wenn ich Ihnen sage, verehrtes Fräulein, wie stark Ihr Leonardobuch auf mich gewirkt hat. Ich benütze eben die Gelegenheit. Da wir einander leider nie begegnen, sind wir auf Gelegen|heiten angewiesen, um uns gegenseitig schmeichelhafte Dinge zu sagen. Und da Sie sogar meine Lyrik nicht ungelobt lassen (was ich als Originalitätshascherei auffasse) so müssen Sie es auch geduldg hinnehmen, dass ich mich Ihrer reizvollen Bang Silhouette mit Vergnügen erinnere.
Mit herzlichem Gruß Ihr sehr ergebener
Arthur Schnitzler
    Bildrechte © Privatbesitz Reinhard Urbach, Wien