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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 19. 4. 1909
Herzfeld, Marie
Wien
Empfang: [19. 4. 1909 – 23. 4. 1909?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.1985.1.03436,4
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.258 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, lateinische Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler 1) mit Bleistift Vermerk »Herzfeld«
2) mit rotem Buntstift Vermerk »Tesi, Michaelis« und drei Unterstreichungen

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Marie Herzfeld an Arthur Schnitzler, 19. 4. 1909. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02593.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02593«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Montag, 19. 4. 1909

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Schnitzler – S. Fischer
Weiteres

Marie Herzfeld an Arthur Schnitzler, 19. 4. 1909

|Wien II/2, Lichtenauerg. 5
den 19. April 1909

Sehr geehrter Herr Doktor!

Es besuchte mich heute Frau Anna Tesi, die mir sagt, Sie hätten von Soph. Michaëlis »Revolutionshochzeit« gesprochen und ihr Interesse für das Stück so lebhaft erweckt, dass sie gern das Uebersetzungs- und Vertretungsrecht für Frankreich und Russland erwerben möchte. |Sie sagt, sie sei Ihre russ. Uebersetzerin, sei Mitglied der Société des Auteurs dramatiques in Paris u. in Moskau (Petersburg?). Sie will Abmachungen, die dahin gehen, dass sie die Hälfte aller Tantièmen u. Honorare mir abliefert. Die Controlle, sagt sie, sei in Händen jener Sociétés. Ich glaube ihr alles; sie macht mir persön|lich einen vertrauenerweckenden Eindruck; aber sie hat einen Gesellschafter, ihren Mann, den sie mir nicht zeigte . . .  kurz – so sehr ich in der Regel meinem Gefühl folge, so muss ich, als Vertreterin der Interessen des dänischen Dichters dennoch etwas vorsichtig sein und wäre Ihnen daher sehr dankbar, wenn Sie mir sagten, |ob a) Sie mit dem Ehepaar Tesi gute Erfahrungen machten und ob b) die Bedingungen, die man mir bietet, billige sind. Ich habe mich um dergleichen nie bekümmert und bin naïv wie ein neugeborenes Kind.
Pardon, dass ich Ihnen Mühe mache! Ihnen stets zu Gegendiensten, in großer Schätzung
Marie Herzfeld
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar