|24. December –
Weihnachtsabend. Buden auf den Boulevards, und eine
dichte Menge an ihnen vorbei auf dem Trottoir. Brausen, Rauschen, Frauenduft, Lichterglanz, Paris. Und ich, zur Straße verurtheilt, und selbst auf der
Straße ein Fremder. Sorgenberg, gedehmüthigt, zukunftverzweifelnd, von einer Dirne
beschmutzt. Ein Zufall führt mich am Hause vorüber. Die Zeitung, »Weihnachtseinkäufe«. Mein lieber, lieber
Freund, wie danke ich Dir für diesen Weihnachtsgruß, der nicht beabsichtigt war und
doch in’s tiefste Herz traf. Ich gehe schlafen, mit ein paar Thränen in den Augen.
Was für ein großer Künstler bist Du, mein Sohn!
Gute Nacht!
Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar