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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 29. 11. [1895]
Goldmann, Paul
Paris
Empfang: [30. 11. 1895 – 4. 12. 1895?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.NZ85.1.3165
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.335 Zeichen
Handschrift blaue Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler 1) mit Bleistift das Jahr »95« vermerkt
2) mit rotem Buntstift eine Unterstreichung sowie den Schreibirrtum »Liebelei« auf der zweiten Seite umrahmt und dazu »Kl. K.« (Kleine Komödie) vermerkt

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 29. 11. [1895]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02757.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02757«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Freitag, 29. 11. 1895

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Schnitzler – S. Fischer
Weiteres

Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 29. 11. [1895]

Fondateur M. L. Sonnemann.
Journal politique, financier,
commercial et littéraire.
Paraissant trois fois par jour.
Bureau à Paris:
24. Rue Feydeau. Paris, 29. November.

Mein lieber Freund,

Diesen Deinen Brief habe ich mit Sorge aufgemacht. Was wirst Du sagen? Ich bin sschuldbewußt! Aber ich finde keinen Vorwurf. Gott sei Dank!
Tolle Arbeit, liebster Freund, tolle Arbeit und wüstes Leben! Ich komme zu nichts mehr. Aber in einigen Tagen schreibe ich Dir doch.
Hier die Drucksachen. Die Bemerkungen dazu muß ich mir für später aufsparen. Denn gleich geht die Kammer an.
|Die Übersetzung der »Liebelei« sinde ich vorzüglich. Schreib’, bittae, an Frau Aubry – deutsch – ein artiges Wort darüber; danke auch dem Manne, daß er es in die »Liberté« gebracht hat; denn das war nicht leicht durchzusetzen bei dem prüden u. etwas chauvinistischen Bourgéois-Blatte. (Adresse 10. Rue Caron). Die Exemplare will ich Dir zu verschaffen suchen; aber ich fürchte, man wird sie zahlen müssen.
|Vielen Dank für die Strauss-Empfehlung. Auch hat mir Richard den Hogarth geschickt, wofür ich ihm von Herzen danke. Auch ihm schreibe ich einen dieser Tage.
Herzl war hier. Er ist mir unsagbar widerwärtig.
stes Leben, mein lieber Freund! Ich will in Paris verschwinden, will mich gegen draußen absperren, von wo mir jeder Luftzug die Kunde meiner |verfehlten Existenz bringt. Bin müde, zu kämpfen, und möchte leben, oh nur ein einziges Mal!
Grüß’ Dich Gott!
Dein treuer
Paul Goldmann
Viele Grüße an die liebe Frau, die wieder in Wien ist.
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar