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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 4. 4. [1897]
Goldmann, Paul
Paris
Empfang: [5. 4. 1897 – 9. 4. 1897?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.NZ85.1.3167
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.544 Zeichen
Handschrift blaue Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift das Jahr »97« vermerkt

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 4. 4. [1897]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02807.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02807«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Sonntag, 4. 4. 1897

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Weiteres

Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 4. 4. [1897]

Fondateur M. L. Sonnemann.
Journal politique, financier,
commercial et littéraire.
Paraissant trois fois par jour. Paris, 4. April.
Bureau à Paris

Mein lieber Freund,

Hoffentlich erreichen diese Zeilen Dich noch. Sie sollen Dir nichts sagen, als daß ich Dir von ganzem Herzen glückliche Reise wünsche und daß ich mich unendlich auf das Wiedersehen mit Dir freue (obwohl es nicht nöthig ist, das zu sagen) . . . . 
Ich denke ans Hotel de l’Athénée. Im Centrum der Stadt, hinter der Oper gelegen. Größtentheils englische und fransische Kundschaft. Nie hat sich noch ein | Österreicher dorthin verirrt. Preis: ein Zimmer im vierten Stock (Ascenseur) 7 Francs, in einem niedrigen Stockwerk natürlich theurer. Gegenwärtig ist das Haus (welches als vortrefflich bekannt ist) bis unters Dach gefüllt. Man hat mir aber versprochen, daß, wenn ich drei Tage vorher Deine Ankunft melde, man mir zwei Zimmer reserviren wird. Im Centrum mußt Du wohnen, ich hab’ mir das überlegt: Du verlierssonst zuviel Zeit. Auch könnte ich Dich sonst zu selten sehen.
|Wenn ich das Reisegeld habe (was zurstunde mehr als fraglich ist) und wenn im Orient kein Krieg ausbricht, fahre ich nach Frankfurt um den 19. April herum und bleibe 10 bis 14 Tage.
Damenstrohhüte? Wird das Fräulein im Louvre oder Bon Marché kaufen. Außerdem kann sie sonst zwischen tausend und einigen Geschäften wählen.
Cylinder? Den sollst Du gewiß mitbringen, wenn Du hier Besuche machen willst. Wenn |Du ihn nicht mitbringst, sschadet es auch nichts.
Grüß’ Dich Gott, liebster Freund, schreib’ mir ein Wort von unterwegs und komme so bald als möglich!
Dein treuer
Paul Goldmann.
Habe natürlich keinem Menschen eine Sylbe von Deiner bevorstehenden Ankunft gesagt.
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar