|Frankfurt, 6. Dezember.
Mein lieber Freund,
Eine kleine Anfrage, die ich Dich aber bitten muß, streng vertraulich zu behandeln.
Die »Frankfurter Zeitung« sucht einen zweiten
Feuilleton-Redakteur, eine Hilfskraft für Dr. Mamroth; eventuell könnte der Betreffende zugleich das Musik-Referat übernehmen. Weißt
Du Jemanden, einen jüngeren oder älteren Mann, der geeignet wäre? Was ist
beispielsweise mit |Alfred Gold?
Weiter, gleichfalls vertraulich: Wassermann ist nicht mehr zu halten. Er hat die Berichterstattung gar zu gewissenlos geführt. Man wird ihm am
1. Januar kündigen. Ich habe bereits Alles gethan,
um Schwarzkopf die Stelle zu verschaffen. Mein Onkel ist einverstanden, und wenn mir die Canaille, seine Frau, nicht
dazwischen hetzt, wird es wohl werden. Mir hätte, offen gestanden, Hirschfeld |näher gelegen. Aber Dir zuliebe soll es Schwarzkopf sein – wenn eben nichts Unvorhergesehenes dazwischen kommt.
Viele treue Grüße!
Dein
Paul Goldmann
Dein
Paul Goldmann
Was macht Richards Drama? Und was
dasjenige von
Hoffmannsthal? Letzterer hat
mir vor einigen Wochen |sein Buch geschickt mit einer Widmung: »in herzlicher Sympathie«. Ich
hatte Lust, ihm meines
zurückzuschicken mit der Widmung: »in sympathischer Herzlichkeit« – habe es aber
unterlassen.
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