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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 13. 12. [1899]
Goldmann, Paul
Frankfurt am Main
Empfang: [14.–15. 12. 1899]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.NZ85.1.3169
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 2 Seiten, 827 Zeichen
Handschrift blaue Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler 1) mit Bleistift das Jahr »99« vermerkt
2) mit rotem Buntstift eine Unterstreichung

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 13. 12. [1899]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02899.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02899«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Mittwoch, 13. 12. 1899

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Weiteres

Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 13. 12. [1899]

|Frankfurt, 13. Dezember.

Mein lieber Freund,

Da Du wohl nicht die »Frankfurter Zeitung« liest, sende ich Dir anbei das gestern erschienene Feuilleton von Kerr über Heine. Ich halte dasselbe für eines der vollendetsten Kunstwerke, welche die neuere deutsche Journalistik hervorgebracht hat. Wenn man selbst Zeitungsschreiber von Beruf ist, so fühlt man sich tief verstimmt durch diese Arbeit, die eine solche Kunst des Ausdrucks, eine solche Kraft der Concentrirung, einen so unbedingt persönlichen Styl und ein so gründliches Wissen bekundet. Es steckt thatsächlich etwas Geniales darin|etwas von Heine’s Größe (ohne den leisesten Anklang an Heine’s Art), – und, wenn man selbst Zeitungsschreiber von Beruf ist (siehe oben), so fühlt man sich erbarmungslos in die Mittelmäßigkeit zurückgeworfen.
Viele treue Grüße!
Dein
Paul Goldmann
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar