|Frankfurt 27. December.
Mein lieber Freund,
Ich hoffe, Du hast frohe Weihnachten gehabt und ich wünsche Dir ein glückliches neues
Jahr.
Alle die Meinigen grüßen Dich. Mein Onkel hätte gern den »blinden
Hironymo« für die Frankfurter Zeitung gehabt und
läßt Dich bitten, wenn Du wieder einmal eine kurze Novelle fertig hast, sie ihm zu schicken.
Die Weihnachtsnummer der N. Fr. Pr. ist mir
nicht zu Gesicht |gekommen, und ich habe den »Lieutenant
Gustl« daher noch nicht
gelesen.
Gibst Du die »Beatrice« dem »Volkstheater«? Du solltest es entschieden thun. Auch mein Onkel ist der Ansicht.
Meine Feuilletons sammeln? Nie im Leben finde ich einen Verleger. Man weist mich mit
Hohnlachen zurück, wenn ich mit so etwas komme.
Bitte auch Deiner Frau Mutter, Deinem Bruder und Deiner Schwägerin, |Deiner Schwester und Deinem Schwager meine herzlichsten
Neujahrs-Glückwünsche zu übermitteln.
Viele treue Grüße!
Dein
Paul Goldmann.
Dein
Paul Goldmann.
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