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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: [10.? 9. 1891]
Schnitzler, Arthur
Wien
Empfang: [11. 9. 1891–12.? 9. 1891]
Salten, Felix
Miskolc
Textzeuge 1
Signatur A, Wien, Wienbibliothek im Rathaus, ZPH 1681, 2.1.516
Typ Brief
Beschreibung 2 Blätter, 8 Seiten, 1.636 Zeichen
Handschrift Bleistift, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Ordnung mit Bleistift von unbekannter Hand Nummerierung der Doppelseiten: »25«–»28«

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Felix Salten, [10.? 9. 1891]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02951.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02951«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02951.html |titel=Arthur Schnitzler an Felix Salten, [10.? 9. 1891] |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1891-09-10 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Donnerstag, 10. 9. 1891

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Wiener Schnitzler
Weiteres

Arthur Schnitzler an Felix Salten, [10.? 9. 1891]

|Donnerstg Abend.
Lieber Freund, komm nach Hause, spät Abends, finde Ihren Brief. Wie Sie in diesem Augenblick jedenfalls schon wissen, hab ich Ihnen bereits 2mal geschrieben. Der erste |Brief, den ich einfach an F. S. aus Wien in Miskolez adressirte, ist offenbar nicht angekommen, den zweiten mit der Hoteladresse, die ich im Café Kugel erfuhr und den ich heute Vormittag absandte, haben Sie wohl schon. Ihre Aufregung ist vollkommen |überflüssig – ich habe nichts erfahren, nichts, nichts, und was ich gesehn habe, ist, wie mein letzter Brief Ihnen wohl klar macht, harmlos genug. Und warum haben Sie denn plötzlich einen Rückfall? Bekommen­ Sie nicht regelmäßig Nachricht? |Sind die Briefe nicht so wie Sie sie wünschen? – Bitte, reclamiren Sie meinen ersten Brief bei der Post. Von mir selbst ist nichts neues zu melden. Und fern am Horizont – Sie wissen schon, da leuchtet |sie manchmal auf. .  – Zuweilen waren es wohl auch Blitze. Aber es ist wunderschön, wie sie »an meinen Schmerz heranzureichen« sucht, und die alte süße Lüge, daß es ja diesmal etwas andres, ach etwas ganz andres ist, bekommt |einen betäubenden Duft nach Wahrheit. – Schreiben Sie mir gleich wieder, wie es Ihnen geht, wie Sie Ihre Zeit verbringen. Wann kommen Sie zurück? Je eher, je lieber. Nicht wahr, wir reisen miteinander? Haben |Sie etwas gearbeitet? Waren Sie in Stimmung? Ja richtig, Ihr Stück hat sich neulich irgendwo ereignet – ein Offizier, der die Geliebte seines Untergebnen verführte – die nähern Umstände hab ich vergessen – auch |in welcher Zeitung ichs las, obwohl ich mir die Sache genau notiren wollte.
Also geben Sie mir bald, dh gleich Nachrichten über Ihr Befinden.
Herzlich Ihr
ArthSch
    Bildrechte © Wienbibliothek im Rathaus, Wien