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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 4. 9. 1899
Schnitzler, Arthur
Bad Ischl
Empfang: [5. 9. 1899 – 9. 9. 1899?]
Salten, Felix
Wien
Textzeuge 1
Signatur A, Wien, Wienbibliothek im Rathaus, ZPH 1681, 2.1.516
Typ Brief
Beschreibung 2 Blätter, 8 Seiten, 1.693 Zeichen
Handschrift Bleistift, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Ordnung mit Bleistift von unbekannter Hand Nummerierung der Doppelseiten des Konvoluts: »69«–»72«
Veröffentlichung 1
Arthur Schnitzler: Briefe 1875–1912. Herausgegeben von Therese Nickl, Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1981, S. 375–376.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Felix Salten, 4. 9. 1899. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02967.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02967«.

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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Montag, 4. 9. 1899

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Arthur Schnitzler an Felix Salten, 4. 9. 1899

lieber Freund, ich will Ihnen vor allem sagen, dss mir nicht nur »Flucht«, sondern auch das Manhardzimmer noch besser gefallen haben, als nach dem ersten Lesen. Ich zweifle nicht, dss Ihre Novelletten ein hübsches  Buch gäben, möchte aber von einem entgiltigen |Urtheil über die Wirkung als ganzes, alle Sachen auf einmal, womöglich in der von Ihnen gewählten Reihenfolge lesen. Herausgeben unbedingt, sag ich schon heute, und womöglich zugleich mit dem Stück herauskommen. – In der |Zeitung findet sich viel lesenswerthes; natürlich ist es Ihnen aus Gründen, die nicht in Ihnen liegen, unmöglich, das Anstrebenswerthe daraus zu machen. Glänzend hab ich Ihre Goethespäße gefunden. Können Sie mir die Familie |Wawroch von Adamus schicken? (Ich glaub mich zu erinnern dss Sie sie haben.) – Die Übersetzungen von S. Tr. find ich schlecht. – Das rasche Abdrucken des neuen Maupassant zeigt den rechten Weg auf diesem Gebiet. –
Ich bleibe noch bis etwa 10. oder 9. hier. Dann |vorerst München, dann? – 20, 22. werd ich in Berlin sein. Wahrscheinlich ist mein Stück bis dahin fertig. Die Führung und mancherlei ausgesprochnes dürfte gut sein; doch fühl ich oft, wie die Kraft des Ausdrucks |aus dem Gehirn (denn da scheint sie mir zu sein) nicht in den Bleistift will. –
Arbeiten bleibt endlich doch das einzige. Sonst ists im Wesentlichen immer gleich traurig. – Auch Hugo arbeitet |hier an einem neuen Stück (Bergwerk von Falun – Sie wissens ja schon.) Auch ihm hat Flucht gut gefallen  (das andre hat er noch nicht gelesen.) –
Heute traf ich Frau Ida |F.Verlobt. Man soll nie Namen schreiben. – Komischerweise ist hier eine vorübergehende Verbindg zwischen mir und einer absoluten Wiederholung jenes Typus eingetreten. –
Herzlichst Ihr
A. S.
    Bildrechte © Wienbibliothek im Rathaus, Wien