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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 25. 1. 1908
Schnitzler, Arthur
Wien
Empfang: [26. 1. 1908]
Salten, Felix
Semmering
Textzeuge 1
Signatur A, Wien, Wienbibliothek im Rathaus, ZPH 1681, 2.1.516
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 2.045 Zeichen
Handschrift blaue Tinte, lateinische Kurrentschrift
Zufügungen
Ordnung mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »6«

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Felix Salten, 25. 1. 1908. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03011.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L03011«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Samstag, 25. 1. 1908

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Wiener Schnitzler
Weiteres

Arthur Schnitzler an Felix Salten, 25. 1. 1908

|25. 1. 908
lieber, es ist desinfizirt, Wohnung, Kleider, Olga ist meist außer Bett, also die Zustände sind annähernd zur Norm zurückgekehrt. Der Bub ist noch nicht daheim, doch hab ich mit ihm Zusammenkünfte, auch macht er uns Fensterpromenaden. Wir wollen in etwa 10 Tagen, bis Olga ganz gehtüchtig und die Influenzagerüchte – oder -wahrheiten vom Semmering geschwunden sind, auf besagten Südbahngipfel reisen und dort mit Heini etwa 8 Tage verbringen. Dies unser Programm. Dann erst gedenk ich Freundes- und andre Häuser wieder zu betreten und das |unsre zu eröffnen.
Trotzdem möcht ich Sie gerne sehen, früher sehen; – wenn Sie nicht (was ich Ihnen beim Himmel keinen Moment lang verübeln könnte!) zu ängstlich sind. Jedenfalls schreiben Sie mir zum Trost, wie es Ihnen Allen geht; von Richard hört ich, dass Sie sich noch immer nicht ganz wohl befinden.
Hinsichtlich des Vorausdrucks des Romans hab ich mit Fischer schon vor Monaten correspondirt; aus irgendwelchen techn. Gründen läßt sich die Sache nicht machen. Ich habe in den letzten Wochen noch viel daran corrigirt, so daß die Manuscripte immer ungastlicher aussehen, überdies werden Sie lieber kein |Papierconvolut aus unsrer Wohnung in Ihre hinübernehmen wollen – was bleibt mir also übrig? Sie bitten, das Ding nicht in Forsetzungen zu lesen, sondern warten, bis das Buch da ist, um es, womöglich an einem – zwei schönen Sommertagen in einem Zug (eventuell auch in einem Zug, aber besser, im Freien) hinunterzuschlucken. Der Nachgeschmack wird kein übler sein; heut trau ich mich es zu sagen. –
Ich danke Ihnen sehr für Ihre lieben Grillparzerpreisglückwünsche. Anfangs war ich sehr erstaunt, dann eher (aus allerlei, complicirten und oberflächlichen Gründen) heruntergestimmt – jetzt überwiegt die Freude, woran die |5 Mille nicht ganz unbetheiligt sind. Nach dem Arbeiten sehn ich mich, hab manches vorbereitet und bin neugierig, was zuerst fertig sein wird. So stellt man sich frech wieder mitten ins Leben hinein.
Seien Sie, Otti und die Kinder herzlichst gegrüßt und lassen mindestens was von sich hören. Auch von Olga alles schöne.
Ihr
Arthur
    Bildrechte © Wienbibliothek im Rathaus, Wien