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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 6. 4. [1901]
Goldmann, Paul
Berlin
Empfang: [7. 4. 1901 – 11. 4. 1901?]
Schnitzler, Arthur
Rom
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.NZ85.1.3171
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.404 Zeichen
Handschrift blaue Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler 1) mit Bleistift das Jahr »901« vermerkt
2) mit rotem Buntstift elf Unterstreichungen

Textqualität

Diese Abschrift wurde noch nicht ausreichend mit dem Original abgeglichen. Sie sollte derzeit nicht – oder nur durch eigenen Abgleich mit dem Faksimile, falls vorliegend – als Zitatvorlage dienen.

Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 6. 4. [1901]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03063.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L03063«.

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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Samstag, 6. 4. 1901

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Wiener Schnitzler
Gedruckte Briefwechsel

Arthur Schnitzler an Olga Schnitzler, 6. 4. 1901

Quelle: Arthur Schnitzler: Briefe 1875–1912. Hrsg. v. Therese Nickl u. Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1981.

Kalliope Verbundkatalog
Weiteres

Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 6. 4. [1901]

Berlin, 6. April.

Mein lieber Freund,

Also Du bist jetzt in Rom, und es ist gewiß sehr herrlich.
Daß Antoine die »Gefährtin« aufführt, hast Du wohl gelesen.
Die kleine Dora Speyer sprach mit mir über ihre Liebe zu Dir. Ich sagte ihr, Du würdest wohl kaum heirathen, wenigstens jetzt nicht so bald, und sie solle mit der |Geschichte fertigzuwerden suchen. Das war wohl auch in Deinem Sinne? Hier hat sich ein Cousin, ein Dr. Michaelis, wohlhabender Chemiker, in die Kleine verliebt. Sie findet ihn auch sympathisch. Ich denke, die Consequenzen werden gezogen werden.
Frau Frida Strindberg hat thatsächlich ein Verhältniß mit dem jungen Dr. Evers und wird wohl deswegen in Berlin bleiben.
Der Direktor Martin von der |Secessionsbühne, den wir Beide für einen so braven Menschen hielten, scheint ein Lump zu sein. Christians erzählte mir einige Schweinereien, die er gemacht, und sprach von ihm in Ausdrücken, von denen »Zuchthäusler« noch der gelindeste war.
Wolzogen bekommt nächste Saison ein eigenes Theater. Geldgeber ist der Prof. Stein aus Bern, jener seichte philosophische Schwätzer, den Du wohl in |der N. Fr. Pr. häufig – nicht gelesen hast. Ich bin gegenwärtig sehr bemüht, das Engagement von Frl. Liesl durchzusetzen, weiß aber nicht, ob es mir gelingen wird.
Kerr geht Dienstag nach Paris, auf einige Monate. Er möchte riesig gern im Sommer mit uns sein. Das wird sich ja wohl machen lassen.
Glückliche Ostern! Viele treue Grüße!
Dein Paul Goldmann.
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar