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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 7. 7. [1901]
Goldmann, Paul
Berlin
Empfang: [8. 7. 1901 – 12. 7. 1901?]
Schnitzler, Arthur; Gussmann, Olga
St. Anton am Arlberg
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.NZ85.1.3171
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.566 Zeichen
Handschrift blaue Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit rotem Buntstift zwei Unterstreichungen

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Paul Goldmann an Arthur Schnitzler und Olga Gussmann, 7. 7. [1901]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03072.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L03072«.

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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Sonntag, 7. 7. 1901

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Paul Goldmann an Arthur Schnitzler und Olga Gussmann, 7. 7. [1901]

Berlin, 7. Juli.

Mein lieber Freund,

Endlich zieht Vernunft in Eure Reisepläne ein, und ich freue mich sehr darüber und über die Aussicht, Euch doch zu sehen. Ich gehe so zwischen dem 20. u. 25. von hier fort, bleibe einen oder zwei Tage in Dresden und Wien, gehe dann meinetwegen nach dem Wörthersee und komme von da aus sehr gern zu Euch. St. Ulrich im |Grödener Thal würde mir besonders gefallen. Denn seit Jahren wünsche ich, das Grödener Thal kennen zu lernen. Bitte, halt’ also dieses Projekt fest. Vielleicht können wir dann auch von dort aus ein paar Tage in die Berge steigen.
Ich höre, daß die »Zeit« von 1. Oktober ab Tagesblatt wird mit 1 Million Kronen Capital. Weißt Du etwas davon? Kommt es dazu, so bedeutet |das, nach meiner Überzeugung, den Anfang vom Ende der N. Fr. Pr. So setzt auch Dr. Kanner seinen Lebensplan durch. Nur ich, – ich allein bleibe auf der Strecke. Es ist martervoll!
Viele treue Grüße!
Dein
Paul Goldmann.
 
Liebes Fräulein Olga, Ich danke Ihnen für Ihren lieben und guten Brief. Jetzt, bitte, setzen Sie noch durch, daß wir ins Grödener Thal |gehen. Ich möchte sehr gern dorthin, was für Arthur immerhin einen ausreichenden Grund bilden könnte, sich für einen anderen Ort zu entschließen. Auch ich möchte, gleich Ihnen, stillsitzen und Ruhe, Ruhe haben. Über Kerr sprechen wir mündlich. Er wird übrigens nur nachkommen und nicht mitkommen können. Ihrem lieben Schwesterchen wünsche ich gute Besserung. Haben Sie keine Sorgen! Wenn sie Arthurs Behandlung bisher ausgehalten hat, wird sie auch davonkommen. Sie ist eine widerstandsfähige Natur.
Herzlichst Ihr
Dr. Paul Goldmann.
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar