Nochmals innigste Glückwünsche. Nun hast Du auch einen Sohn. So kommt Alles. Ich wünsche Deinem Sohn all’ das Gute und Liebe, das ich Dir selbst wünsche, –
und das ist sehr viel. Wie wird er heißen? Sieht er schon Jemandem ähnlich? Was macht
die Mutter? Sage ihr, bitte,
in meinem Namen alles Herzliche.
Über Deine literarische |Produktivität freue ich
mich nicht weniger. Von dem Junggesellenstück verspreche ich mir sehr viel. Auf das Alt-Wiener Stück bin ich
besonders neugierig; auch da erwarte ich mir etwas besonders Feines. Wie hast Du über die »Beatrice« entschieden? Im »Schillertheater« wird sie aller Wahrscheinlichkeit nach besser gespielt werden, als im »Deutschen«, aber das Schillertheater hat doch nicht
das große literarische Publikum und ist ein Provinztheater in der Hauptstadt.
Bitte, schreib’ mir bald |einige Einzelheiten über
das Ereigniß in der Hinterbrühl, – an meine Berliner Adresse. Ich werde morgen hier von meinem Onkel abgeholt und weiß noch
nicht, wohin wir wandern werden. Wir sitzen hier seit zwei Tagen im dichten Schneegestöber.
Weihnachtswetter im August. Hände und Füße sind mir starr vor Kälte; das ist der Grund , weshalb dieser Brief nicht länger
wird.
|Tausend Grüße!
Dein
Paul Goldmann.
Dein
Paul Goldmann.
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