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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 3. 9. [1897]
Salten, Felix
Salzburg
Empfang: [4. 9. 1897 – 8. 9. 1897?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 89, A 2
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 2 Seiten, 1.333 Zeichen
Handschrift Bleistift, lateinische Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift die Jahreszahl ergänzt: »97«
Ordnung mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »97«

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Felix Salten an Arthur Schnitzler, 3. 9. [1897]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03274.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L03274«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03274.html |titel=Felix Salten an Arthur Schnitzler, 3. 9. [1897] |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1897-09-03 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Freitag, 3. 9. 1897

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Felix Salten an Arthur Schnitzler, 3. 9. [1897]

|Café Tomaselli den 3. September
gegründet 1753.
lieber Arthur, es ist so schönes Wetter, dass ich noch ein paar Tage hier geblieben bin. So habe ich noch Leo Fan-Jung und Goldmann gesehen. G. habe ich unverändert gefunden und er hat wieder einen schönen Eindruck gemacht. Das ist doch Einer, von dem man sagen kann, er sei ein absolut guter Mensch. Er war sehr lieb zu mir, was mir wolgethan hat. Im Allgemeinen ist meine Stimmung nicht gut. Ich sehe von diesem schönen Platz aus nach Wien, wie in einen dunkeln, unangenehmen Nebel hinein. Ich weiß nicht, was werden wird, und fühle meine Sorgen, auch wenn mir am wohlsten ist, wie man den leisen Druck permanenter Kopfschmerzen immer spürt und sich schließlich daran gewöhnt. Doch möchte ich gerne einmal freier athmen können, – ich glaube, |es käme da noch Manches heraus, was gut an mir ist. Für den Winter mache ich mir die strengsten Pläne, und denke sie auch auszuführen. Der Gedanke ans Sterben, der mir, wie Sie wissen, eine zeitlang abhanden gekommen, ist jetzt wieder so lebhaft in mir. Ich finde, dass das in vielen Beziehungen gut ist, der macht uns das Leben leichter, und macht es bewußter. Darüber wäre noch viel zu sagen.
Wie geht es bei Ihnen? Arbeiten Sie? Und verläuft die Sache glatt? Schreiben Sie mir ein Wort darüber. Ich bin voraussichtlich Dienstag in Wien. Herzliche Grüße
Ihr
Salten
Ich wohne jetzt: Erzherzog Karl
    Bildrechte © University Library, Cambridge