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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 4. 8. [1903]
Goldmann, Paul
Berlin
Empfang: [5. 8. 1903 – 9. 8. 1903?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.NZ85.1.3173
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 2 Seiten, 857 Zeichen
Handschrift blaue Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift das Jahr »903« vermerkt

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 4. 8. [1903]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03380.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L03380«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Dienstag, 4. 8. 1903

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Gedruckte Briefwechsel

Otto Brahm, Ludwig Brahm an Arthur Schnitzler, 4.8.1903

Quelle: Der Briefwechsel Arthur Schnitzler – Otto Brahm. Vollständige Ausgabe. Hg., eingel. und erl. von Oskar Seidlin. Tübingen: Niemeyer, 1975.

Weiteres

Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 4. 8. [1903]

|Berlin, 4. August.

Mein lieber Freund,

Danke für Deinen lieben Brief!
Ich habe schlechte Nachrichten aus Frankfurt. Vollständiger Stimmungsumschlag. Von einer gemeinsamen Reise keine Rede mehr.
Ich bin wieder aus allen Himmeln gestürzt. Was ich jetzt anfange, weiß ich nicht. Mit Dir will ich nicht reisen, denn ich würde zu sehr auf Deine Stimmung drücken. Mag auch keine schönen Länder sehen. Vielleicht gehe ich nach Marienbad zur Kur.
An dieser Geschichte gehe ich wohl noch zu Grunde. Jede Schuld wird bestraft. Ich hatte eine prachtvolle Frau, die |mich liebte. In meinem Wahn hielt ich sie für eine Dirne und trat sie mit Füßen. Die Liebe ist todt, und ich kann sie nicht mehr erwecken. Zu spät bin ich zur Erkenntniß gekommen. Ein furchtbarer Schicksalsspruch, dieses: zu spät.
Leb’ wohl, liebster Freund, und reise glücklich!
Dein treuer
Paul Goldm
Viele Grüße an Olga!
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar