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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 3. 8. 1907
Salten, Felix; Salten, Ottilie
Wien
Empfang: 4. 8. 1907
Schnitzler, Arthur
Welsberg-Taisten
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 89, B 1
Typ Postkarte
Beschreibung 2.006 Zeichen
Handschrift Felix Salten schwarze Tinte, lateinische Kurrentschrift
Handschrift Ottilie Salten schwarze Tinte, lateinische Kurrentschrift
Zufügungen
Versand Stempel 1: Stempel 2:
mit Bleistift beschriftet: »III 9–4«
Schnitzler mit Bleistift sechs Unterstreichungen
Ordnung mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »232«
Veröffentlichung 1
Hermann Bahr, Arthur Schnitzler: Briefwechsel, Aufzeichnungen, Dokumente (1891–1931). Herausgegeben von Kurt Ifkovits, Martin Anton Müller. Göttingen: Wallstein 2018, S. 394–395.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Felix und Ottilie Salten an Arthur Schnitzler, 3. 8. 1907. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03489.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L03489«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03489.html |titel=Felix und Ottilie Salten an Arthur Schnitzler, 3. 8. 1907 |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1907-08-03 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Samstag, 3. 8. 1907

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Schnitzler/Bahr
Wiener Schnitzler
Weiteres

Felix und Ottilie Salten an Arthur Schnitzler, 3. 8. 1907


|Heiligenstadt, 3. VIII. 07
Lieber, ich habe Ihre letzte Karte nicht gut lesen können, glaube aber dass Sie noch in Waldbrunn sind. Uns ist es nicht besonders gegangen. Otti mußte operirt werden, was zu Hause geschah. Sie hat sich bis heute noch nicht völlig erholt. Der Arzt will, dass sie jetzt noch eine Kur brauchen soll. So gehen wir nächster Tage auf 4 Wochen nach Marienbad. Ich komme eben von dort, wo ich Wohnung genommen habe. Vorher war ich ein paar Tage in Karlsbad. Unsere Adreße ist dann (wahrscheinlich vom 8ten an) »Quisisana«. Ein sehr hübsches Haus, oben im Wald bei der Waldmühle. Paul ist dieser Tage auch wieder krank gewesen, hoffentlich wird er sich in Marienbad vollständig erholen. Wann kommen Sie nach Wien zurück? Spielen Sie dort Tennis? Haben Sie gearbeitet? Haben Sie für den September Reisepläne? Ich möchte im September irgend eine Meerfahrt machen. Athen oder so was ähnliches. Bahr hat mir vom Lido einen entrüsteten Brief geschrieben, weil mich der Pötzl im Tagblatt gelobt hat. Und der Pötzl hat mich gelobt, weil ich im »Morgen« Wien gelobt habe. Es ist eine düstere Sache, wie Sie sehen. Aber was soll ich thun? Ich zittere, dass mich am Ende nächstens auch noch der Seligmann lobt, oder der Hugo Ganz und dann wird mich Bahr sicherlich total verachten, und komme ich einmal in die Oper, wird die M. zu singen aufhören, weil ich da bin. Mir fehlt zu meinem gänzlichen Untergang nur noch, dass Robert Hirschfeld ein Feuilleton über mich schreibt, und dein Gustav S-kopf in einem Aufruf die Wiener einlädt, meine Bücher fleißiger zu kaufen. Dann bin ich ganz kaput und kann mich von Dr Spitzer ehrlicher Weise nicht einmal mehr fotografiren laßen. Ich habe trübe Ahnungen und bin auf das Schlimmste gefaßt. Aber, wenn’s mir bestimmt ist, kann ich garnichts machen. – Hoffentlich geht es Ihnen allen gut.
Leben Sie wol und schreiben Sie bald wieder eine Zeile. Herzliche Grüße von uns zu Ihnen.
Ihr FSalten
[handschriftlich Ottilie Salten:] Viele herzliche Grüße Ottilie S.
    Bildrechte © University Library, Cambridge