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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 5. 7. 1901
Bahr, Hermann
Wien
Empfang: [5. 7. 1901 – 9. 7. 1901?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 5b
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.373 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift die Jahreszahl »901« ergänzt
Ordnung mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »78«
Veröffentlichung 1
Hermann Bahr, Arthur Schnitzler: Briefwechsel, Aufzeichnungen, Dokumente (1891–1931). Herausgegeben von Kurt Ifkovits, Martin Anton Müller. Göttingen: Wallstein 2018, S. 212–213.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Hermann Bahr an Arthur Schnitzler, 5. 7. 1901. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L01143.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L01143«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Freitag, 5. 7. 1901

Aufenthaltsorte
Schnitzler/Bahr
Wiener Schnitzler
Gedruckte Briefwechsel

Peter Nansen an Arthur Schnitzler, 5.7.1901

Quelle: Peter Nansen - Arthur Schnitzler: Ein Briefwechsel zweier Geistsverwandter. Hg. Karin Bang. In: Småskrifter fra CØNK, Nr. 9, 2005, S. 1-60.

Weiteres

Hermann Bahr an Arthur Schnitzler, 5. 7. 1901

|5/7

Lieber Arthur!

Ich danke Dir herzlich für Deinen lieben Brief. Ich habe neulich mit Hugo davon gesprochen, wie es mich freut, zu Dir endlich ein aufrichtiges und gutes Verhältnis gefunden zu haben und zu empfinden, daß es wohl nicht mehr gestört werden kann, mögen unsere Meinungen immerhin auch künftig noch manchmal auseinandergehen.
|Hugo issehr stolz, weil er das Gefühl hat, in dieser Sache von jeher gescheiter gewesen zu sein, als wir es Jahre lang waren.
Für Pötzl kann ich, so unerfreulich er sich gegen mich, mit anonymen Briefen und auf Hintertreppen operierend, fortgesetzt benimmt, eine stille Bewunderung nicht los werden, weil er doch das vollendet|ste Exemplar des biederen Wieners ist, und mir immer nur leid thut, daß ihn Flaubert nicht gekannt hat, der ein wahres Freudengeheul über ihn ausgestoßen hätte. »Den Arier« müßte einmal Jemand schildern und müßte einmal die andere Seite der »armen Spielleute« zeigen, den gemütlichen Naderer, der eigentlich der Grundtypus des Östreichers zu sein scheint, was irgendwie |sehr tief mit dem Katholicismus zusammenzuhängen scheint – worüber Poldi und Hugo freilich Zeter und Mordio schreien würden. Pötzl oder der Herr Davis von der »Reichswehr« oder der Ton des Kikeriki – das sind lauter Sachen, die an den Hof Philipps gehören und die ich mir großartig von Velasquez gemalt denken könnte.
Einen guten Sommer wünscht Dir
herzlichst
Dein
Hermann
    Bildrechte © University Library, Cambridge