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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 9. 3. [1901]
Goldmann, Paul
Berlin
Empfang: [10. 3. 1901 – 14. 3. 1901?]
Gussmann, Olga
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.NZ85.1.5247
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.536 Zeichen
Handschrift blaue Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Ordnung 1) mit Bleistift von Arthur Schnitzler das Jahr »1901« vermerkt
2) mit rotem Buntstift von Arthur Schnitzler den ersten Absatz fast vollständig unterstrichen und mit »Marionetten« annotiert sowie eine weitere Unterstreichung

Textqualität

Diese Abschrift wurde noch nicht ausreichend mit dem Original abgeglichen. Sie sollte derzeit nicht – oder nur durch eigenen Abgleich mit dem Faksimile, falls vorliegend – als Zitatvorlage dienen.

Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Paul Goldmann an Olga Gussmann, 9. 3. [1901]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03526.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L03526«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Samstag, 9. 3. 1901

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Weiteres

Paul Goldmann an Olga Gussmann, 9. 3. [1901]

Berlin, 9. März.

Liebes Fräulein Olga,

Dr. Schnitzlers Stück kam infolge unzureichender Darstellung nicht zur rechten Wirkung. Auch hatte man die Unverschämtheit und Taktlosigkeit, es ganz zuletzt, um  ½ 11 Uhr Abends, nachdem das Publikum bereits durch ein überlanges Programm ermüdet war, aufzuführen.
Dr. Schnitzlers Anwesenheit  thut mir sehr wohl, und ich werde mich nachher nur umso einsamer fühlen.
Ich gratulire Ihnen zu Ihren schauspielerischen Erfolgen, von denen Sie mir mit so überzeugender Beredsamkeit berichten. |Selbstverständlich werde ich bei Lindausoweit es in meinen schwachen Kräften steht, Ihnen behilflich sein.
Zerbrechen Sie sich nicht den Kopf über das Künftige. Erstens nützt es doch nichts, und zweitens kommt das Künftige schon von selbst, wenn man jung ist und Talent hat.
Ich würde mich freuen, wenn Sie nach Berlin kämen. Dann hätte auch ich »doch wenigstens eine bekannte Seele in der Stadt« (wie Sie sich in Bezug auf mich ausdrücken).
|Hoffentlich sind Sie wieder in guter Stimmung, wenn dieser Brief ankommt. Ist das Leben wirklich so bitter? Ich finde aber, alle Bitterkeit macht auch nichts, wenn es nur hier und da einen süßen Schluck gibt. Nur ganz ohne süßen Schluck ist es schwer zu tragen.
Ihr Bild soll willkommen sein.
Ich habe Ihnen lange nicht geantwortet, weil ich wenig Zeit zum Schreiben habe und weil – weil – weil ich nicht recht wußte, |was ich Ihnen antworten sollte.
Grüßen Sie Ihr Schwesterlein und seien Sie selbst recht herzlich gegrüßt von
Ihrem ergebenen
Dr. Paul Goldmann
Grüße an Herrn Paul!
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar