Einstellungen

Ansicht
Faksimile
Bilder neben dem Text
Textkritik
Textkritische Zeichen
Langes-s (ſ)
Gemination m (m̅)
Gemination n (n̅)
Streichung
Hinzufügung
Markierung von Entitäten
Alle Markierungen
Personen
Werke
Orte
Institutionen
Ereignisse

Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: [3. 5. 1888 – 11. 5. 1888?]
Franzos, Karl Emil
Berlin
Empfang: [11. 5. 1888 – 12. 5. 1888?]
Schnitzler, Arthur
Berlin
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.1985.1.3025
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 3 Seiten, 2.073 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Handschrift Karl Emil Franzos schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift (zwei Einfügungen, Unterschrift und Nachschrift)
Zufügungen
Schnitzler 1) mit rotem Buntstift eine Unterstreichung
2) mit Bleistift »Franzos«

Textqualität

Diese Abschrift wurde noch nicht ausreichend mit dem Original abgeglichen. Sie sollte derzeit nicht – oder nur durch eigenen Abgleich mit dem Faksimile, falls vorliegend – als Zitatvorlage dienen.

Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Karl Emil Franzos an Arthur Schnitzler, [3. 5. 1888 – 11. 5. 1888?]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03619.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L03619«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03619.html |titel=Karl Emil Franzos an Arthur Schnitzler, [3. 5. 1888 – 11. 5. 1888?] |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1888-05-11 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Freitag, 11. 5. 1888

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Wiener Schnitzler
Kalliope Verbundkatalog
Kalliope Verbundkatalog
Weiteres

Karl Emil Franzos an Arthur Schnitzler, [3. 5. 1888 – 11. 5. 1888?]

|Redaction der »Deutschen Dichtung«.
Herausgeber: Verlag:
Berlin, den 3. Mai 1888.

Geehrter Herr Doctor!

Ein an sich nicht gerade erfreulicher Umstand, ein Unwohlsein nämlich, welches mich für einige Tage an’s Bett bannte und mir eine unfreiwillige Muße auferlegte, hat mir andrerseits ermöglicht, Ihrem Wunsche, Ihnen meine Ansicht über Ihre beiden Novellen zu sagen, schon jetzt entsprechen zu können, mehr aber als eben eine subjektive Anschauung beanspruche ich gewiß nicht zu bieten. Beide Arbeiten waren mir insbesondere ihrer Entstehung [handschriftlich:] nach psychologisch interessant, sie sind sichtlich die Erzeugnisse eines jungen Arztes, welcher den realen Thatsachen seines Berufs dadurch eine Art idealisirenden Gegengewichts zu geben versucht. |Daraus erklärt sich das eigenthümliche Gegenüberstehen der beiden Momente, welche sich in den Novellen gleich scharf vertreten finden, der romantischen Erfindung und der realistischen Wahl des Grundproblems, welches ja in beiden ein rein pathologisches ist. Es ist aber eben auch nur ein Nebeneinanderstehen und keine harmonische Mischung, was wohl darin seine Erklärung findet, daß beide Elemente in ihrer extremsten Ausprägung hier vertreten erscheinen. Einerseits wird die Romantik in beiden Novellen zur Hyperromantik [handschriftlich:] getrieben, andrerseits wird das pathologische Problem sehr hart und streng betont. Dies ist meines bescheidenen Ermessens jene Klippe, welche Sie künftig zu umschiffen haben werden, denn obwohl beide Novellen meines Erachtens nicht so druckreif sind, als daß ich einem ernsthaft strebenden Manne damit vor die Öffentlichkeit zu treten anrathen könnte, so wäre es doch zunächst für Sie und |wenn Sie die Arbeit ernsthaft anfassen, wohl nicht für Sie allein Schade, wenn Sie es dabei bewenden lassen wollten.
Mit besten Empfehlungen
Ihr ergebenster
[handschriftlich Karl Emil Franzos:] Franzos
[handschriftlich Ottilie Franzos:] Herrn Dr. A. Schnitzler.
 
[handschriftlich Karl Emil Franzos:] Geehrter Herr Dr! Der vorstehende Brief ist leider durch ein Übersehen meiner Gattin bis heute unbestellt geblieben. Ich sende Ihnen denselben nun und unsere besten Abschiedsgrüße dazu. Vergessen Sie uns nicht, wenn Sie Ihr Weg wieder hierher führt und sagen Sie Ihrem Herrn Vater unsere besten Empfehlungen. Herzlich grüßend
Ihr Fr.
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar