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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 9. 12. 1888
Mamroth, Fedor; Goldmann, Paul
Wien
Empfang: 10. 12. 1888
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.NZ85.1.3162
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.474 Zeichen
Handschrift blaue Tinte, deutsche Kurrentschrift

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Fedor Mamroth und Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 9. 12. 1888. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02551.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02551«.

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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Sonntag, 9. 12. 1888

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Weiteres

Fedor Mamroth und Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 9. 12. 1888

Chef-Redacteur: Dr. F. Mamroth – Redaction: IX., Berggasse 31.
Wien, den 9. Dezember 1888.

Hochgeehrter Herr!

Wir haben die Erzählung, die Sie uns freundlichst eingesandt, mit dem lebhaftesten Interesse gelesen. Wir finden die Idee Ihrer Arbeit originell und fesselnd, die Durchführung recht gewandt; überhaupt scheint sie uns zu einem neuen Genre zu gehören, das verdient kultiviert zu werden.
Wir sind freilich auch mit einigem in Ihrer Arbeit nicht |einverstanden. Wir meinen, es dürfe nicht, wie das geschieht, der Leser bis zum Schlusse im Unklaren gelassen werden, ob er einen Wahnsinnigen oder einen Phantasten vor sich hat. Wir glauben, es würde der Erzählung entschieden zum Vortheil gereichen, wenn das erzählende »Ich« als Mediziner hingestellt würde, der sich über das Benehmen seines Freundes im Verlaufe der Entwicklung ziemlich entschieden vom medizinischen Standpunkt ausspräche; er braucht ihn ja nicht geradezu als irrsinnig zu erklären, aber er kann doch hier und da auf die flüssige Grenze zwischen Wahnsinn und dichterischem Talent hinweisen und ausdrücken, daß |der Fall seines Freundes in dieses Grenzgebiet gehöre. Mit einem Worte: die Erzählung soll einen Stich ins Medizinische bekommen.
Wenn Sie, hochgeehrter Herr, sich freundlichst bereit finden, eine Änderung Ihrer Arbeit in diesem Sinne vorzunehmen, ssind wir mit vielem Vergnügen bereit, dieselbe in unserem Blatte zu veröffentlichen.
Wir bitten Sie, uns baldgefälligst antworten zu wollen, und empfehlen |uns Ihnen
Hochachtungsvoll
Die Redaction
der
»Schönen blauen Donau«
p. Dr. F. Mamroth.
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar