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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: [26. 11. 1914?]
Zweig, Stefan
Wien
Empfang: [26. oder 27. 11. 1914?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 118
Typ Briefkarte
Beschreibung 899 Zeichen
Handschrift blaue Tinte, lateinische Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit rotem Buntstift eine Unterstreichung
Veröffentlichung 1
Stefan Zweig: Briefwechsel mit Hermann Bahr, Sigmund Freud, Rainer Maria Rilke und Arthur Schnitzler. Herausgegeben von Jeffrey B. Berlin, Hans-Ulrich Lindken, Donald A. Prater. Frankfurt am Main: S. Fischer 1987, S. 381–382.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Stefan Zweig an Arthur Schnitzler, [26. 11. 1914?]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03647.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L03647«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Donnerstag, 26. 11. 1914

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Weiteres

Stefan Zweig an Arthur Schnitzler, [26. 11. 1914?]

Verehrter Herr Doktor, ich bin sehr unglücklich: Sie haben mich vergebens angerufen. Aber ich unterschätzte das Militär und meinte, dass wenn man um 6 Uhr früh ausrückte, das Salutieren zu erlernen, um 12 Uhr schon zu Hause sein könnte. In Wirklichkeit wurde es 4 Uhr und ich weiss noch nicht bestimmt, ob ich die Materie beherrsche. All das sind Vorbereitungen für meinen Dienst: am 1. Dez. |bin ich ins Kriegsarchiv einberufen und werde dort (unter Aufsicht von Bartsch und Ginzkey) die vielfach geheimen Documente des Krieges zu ordnen und zu gestalten haben, eine Arbeit auf die ich mich so sehr freue wie nur möglich, obzwar sie viel fordert. So versäumte ich die Freude, Sie sprechen zu können, auch die nächsten Tage exerciere ich in Klosterneuburg und bitte Sie darum, mir die Berichtigung brieflich zu senden – ich bin nicht mehr Herr meiner Zeit.
Viele viele Grüsse Ihres aufrichtig getreuen
Stefan Zweig
    Bildrechte © University Library, Cambridge