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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: [zwischen 7. und 10. 2. 1915?]
Zweig, Stefan
Wien
Empfang: [zwischen 7. und 10. 2. 1915?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 118
Typ Briefkarte
Beschreibung 1.038 Zeichen
Handschrift lila Tinte, lateinische Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit rotem Buntstift zwei Unterstreichungen
Veröffentlichung 1
Stefan Zweig: Briefwechsel mit Hermann Bahr, Sigmund Freud, Rainer Maria Rilke und Arthur Schnitzler. Herausgegeben von Jeffrey B. Berlin, Hans-Ulrich Lindken, Donald A. Prater. Frankfurt am Main: S. Fischer 1987, S. 390–391.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Stefan Zweig an Arthur Schnitzler, [zwischen 7. und 10. 2. 1915?]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03651.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L03651«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Sonntag, 7. 2. 1915

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Stefan Zweig an Arthur Schnitzler, [zwischen 7. und 10. 2. 1915?]

Verehrter lieber Herr Doktor, Romain Rolland hat mir endlich wieder einen Brief ungehindert schreiben können. Er spricht auch von Ihnen darin – er hat offenbar im Berl. Tag. jenen Artikel gegen und für Sie gelesen – und schreibt »Le voici logé a la même enseigne en Allemagne que je le suis en France! Exprimez lui de ma part toute ma sympathie confraternelle – si toutefois elle |ne le compromet pas encore plus. Ah que les gens sont fous! C’est presque comique.« Wirklich – dieser Versuch auch Sie jetzt einzubeziehen in den grossen deutschen Bann war schon zu ärgerlich! Wird man all dies in zehn Jahren noch verstehen können? Ich denke Ihrer oft und in Herzlichkeit; hoffentlich hat die tragische Monotonie der andauernden bewegungslosen Kämpfe auch in Ihnen wieder die Arbeit als Gegengewalt hochgebracht. Ich habe keinen bessern Wunsch als Sie wieder schaffend und gesammelt zu wissen, dass wenigstens hier im Geistigen etwas Fruchtbares bleibe aus diesen sinnlosen Tagen der Vernichtung.
Ihnen und Ihrer lieben Frau herzlich getreu
Stefan Zweig
    Bildrechte © University Library, Cambridge