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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 14. 10. 1927
Zweig, Stefan
Salzburg
Empfang: [15. 10. 1927?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 118
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 2 Seiten, 1.756 Zeichen
Herstellung Schreibmaschine
Handschrift blaue Tinte (Unterschrift)
Zufügungen
Schnitzler 1) mit Bleistift beschriftet: »Zweig«
2) mit rotem Buntstift sechs Unterstreichungen
Veröffentlichung 1
Stefan Zweig: Briefwechsel mit Hermann Bahr, Sigmund Freud, Rainer Maria Rilke und Arthur Schnitzler. Herausgegeben von Jeffrey B. Berlin, Hans-Ulrich Lindken, Donald A. Prater. Frankfurt am Main: S. Fischer 1987, S. 431–432.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Stefan Zweig an Arthur Schnitzler, 14. 10. 1927. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03687.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L03687«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Freitag, 14. 10. 1927

Aufenthaltsorte
Arthur Schnitzler digital (Werke 1905–1931)
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Stefan Zweig an Arthur Schnitzler, 14. 10. 1927

14. Oktober 1927.

Lieber, verehrter Herr Doktor!

Ihre Handschrift erweckt immer freudiges Gefühl in mir und ich eile mich, Ihnen zu antworten, freilich nicht unbeschämt, denn meine Auskunft ist unverantwortlich ungenau. Ich bin in allen Honorardingen geradezu tölpisch leichtsinnig, kümmere mich um gar nichts und die Honorare, die ich bislang für Verfilmungen meiner Novellen erhielt, haben die Heiterkeit der Fachleute herausgefordert. So habe ich auch in Russland glattweg die Vorschläge angenommen, die mir die »Wremja« stellte und die ich gar nicht mehr auswendig weiss. Ich kann nur feststellen, dass der Ertrag sich bei dem letzten Buche etwa auf 150 Dollar belief, bin aber gewiss, dass Sie das Vierfache erzielen können. Die Buchpreise sind ja drüben nicht sehr wesentlich, aber nach den neuen Vereinbarungen, deren Text ich noch nicht kenne, hat Lunatscharski auch von den unerlaubten Nachdrucken jetzt eine gewisse Quote für den ausländischen Autor festgesetzt. Ob sie gezahlt wird, ist eine andere Sache. Ich persönlich würde Ihnen raten, sich Russland gegenüber nicht auf Perzente einzulassen, weil man ja jeder Kontrollmöglichkeit entzogen ist, und eine einmalige Dollarsumme zu fordern: es ist ja ohnehin ein Wunder, wenn man etwas aus Russland herausbekommt. Ich hoffe, Sie allerdings in sechs Monaten viel besser informieren zu können, denn ich möchte sehr gerne im März mir für vier Wochen die Sache persönlich anschauen.
|Ich beglückwünsche Sie sehr dazu, so rasch und fleissig ein schöpferisches Buch dem anderen nachzusenden, was mir leider nicht gelingen will. Ich habe nur Kleineres zu bieten und dies mögen Sie heute mit der Biographie der Desbordes-Valmore und den essayistischen Miniaturen freundlich empfangen.
In getreuer Liebe und Verehrung Ihr
[handschriftlich:] Stefan Zweig
    Bildrechte © University Library, Cambridge