Einstellungen

Ansicht
Faksimile
Bilder neben dem Text
Textkritik
Textkritische Zeichen
Langes-s (ſ)
Gemination m (m̅)
Gemination n (n̅)
Streichung
Hinzufügung
Markierung von Entitäten
Alle Markierungen
Personen
Werke
Orte
Institutionen
Ereignisse

Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 23. 12. 1896
Plessner, Elsa
Meran
Empfang: [24. 12. 1896 – 28. 12. 1896?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.1985.1.419
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 3 Seiten, 2.173 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, lateinische Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit rotem Buntstift eine Unterstreichung

Textqualität

Diese Abschrift wurde noch nicht ausreichend mit dem Original abgeglichen. Sie sollte derzeit nicht – oder nur durch eigenen Abgleich mit dem Faksimile, falls vorliegend – als Zitatvorlage dienen.

Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Elsa Plessner an Arthur Schnitzler, 23. 12. 1896. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03709.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L03709«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03709.html |titel=Elsa Plessner an Arthur Schnitzler, 23. 12. 1896 |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1896-12-23 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Mittwoch, 23. 12. 1896

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Schnitzler/Bahr
Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Weiteres

Elsa Plessner an Arthur Schnitzler, 23. 12. 1896

|Meran, Pension Wolf, den 23. Dez. 1896.
½ 12 Uhr Nachts

Verehrter Herr Doctor!! – –

Hallelujah!! – Mit demselben Tintentropfen, mit welchem ich das Wort »Ende« unter mein neues Stück soeben gesetzt habe – erhalten Sie diese Zeilen geschmiert – was Sie mir mit Rücksicht auf diese, Ihnen bekannte Stimmung verzeihen werden –. (Einen Styl – was?– !!?) Aber das macht nichts!! – Ich freue mich – denn »Orchideen« Schauspiel in 3 Acten, ist mir gelungen – oder ich heiße Eugenie Marlitt!! – Sie erhalten es, sobald Feile und Abschrift |hinter mir, zur gütigen Durchsicht! – Es ist ein unerbittliches Stück, von dramatischer Wucht (das ist Thatsache – lachen Sie nicht – bitte) und wie ich glaube echter Tragik! – Thatsache – blos – ich habe alles zusammengekratzt, was ich an Können und künstlerischem Wollen besitze – und auch die negativen Erfahrungen des »Heimweh« haben mir genützt – und mein zweites Stück, fast 2 Jahre nach dem ersten entstanden, muß aufführbar sein – sonst kann ich die Kratzerei an den Nagel hängen!! – Wenn Alles was ich besitze nicht genug ist – – – ! – Tausend herzlichen Dank für Ihre reizenden Zeilen, die mir mitten in meiner Arbeit ein lieber, anfeuernder Gruß |erschienen! – – – Das Scenarium und die Disposition habe – 5 mal geschmissen und von Grund wieder aufgebaut – na – wie steh ich da? – Freilich – wenn es Glück haben sollte – und warum soll eine blinde Henne wie ich, nicht einmal ein Körnchen finden – würde das Publikum, sagen »Arche (arge) Ideen« hat E. P. – (»Witze thu ich auch machen«!!) – – Aber gearbeitet habe ich – wie ein Holzknecht!! – Auch à la Penelope, denn sehr oft Morgens verbrannt, was Abends geschrieben!! – Wenn das meine Ärzte wüssten, die meine »Nerven« nach Meran geschickt haben – – Entre nous! – Besser sind freilich die hohen Herschaften dadurch nicht geworden – – Aber dafür hole ich es jetzt nach und lege mir ein paar Kurkilogramme zu! – Aber der Schnee! – Und die!! – Hundekälte –! Auf meinem Südbalcon kann ich Schlittschuh laufen!! – – – – Merry Christmas and new years (100) and all the holidays!!! – Gratulire »Freiwild« – Breslau. Fräulein Jurberg gesehen? – »Süsses Mädel«
Hochachtungsvolle Grüße
your
Elsa Plessner
(a little foolish)
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar