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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 2. 1. 1899
Plessner, Elsa
Wien
Empfang: [2. 1. 1899 – 5. 1. 1899?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.1985.1.419
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 3 Seiten, 1.268 Zeichen (Briefpapier mit Blumenmotiv (Mohn) auf S. 1)
Handschrift schwarze Tinte, lateinische Kurrentschrift

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Elsa Plessner an Arthur Schnitzler, 2. 1. 1899. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03718.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L03718«.

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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Montag, 2. 1. 1899

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Elsa Plessner an Arthur Schnitzler, 2. 1. 1899

den 2. I. 99.

Verehrter Herr Doctor!

Neugierig und zudringlich, wie ich einmal bin, bitte ich Sie heute wieder einmal um Ihre Meinung über eine Arbeit. Beiliegende Novelle habe ich vor 14 Tagen aus der »Wage« zurückgezogen, da ich mir keine Striche gefallen lasse, von denen ich überzeugt bin, dass |sie meine Arbeit nicht nur schädigen, sondern direct umbringen. Spuren einer redactionellen Thätigkeit werden sie in dem Manuscript genügend vorfinden. – – –
Ich bin doch nicht verpflichtet, für die Moral der Leser der »Wage« zu sorgen und ihre Sittlichkeit zu behüten. Die »incriminirten« Stellen der Arbeit habe ich mir im Interesse derselben abzwingen müssen, denn Sie können es mir glauben, auch ich schreibe so etwas nicht gerne nieder. Aber was ich als Mädchen über mich |gewinnen kann zu schreiben: das ist noch immer zahm genug, dass es die »Wage« die doch kein Familienblatt ist – ruhig abdrucken kann. – –
Ansonsten bin ich sehr gespannt auf Ihr Urtheil über diese Arbeit. Es ist die erste, etwas größere, und ausgeführtere Novelle im Gegensatz zu meinen früheren Skizzen. –
– Nur eine Bitte habe ich: – Lesen Sie sie auf einen Zug und ungestört durch, wenn ich auch länger auf Ihren Ausspruch zappeln muss. –
In unveränderlicher Verehrung Prosit Neujahr!
Elsa Plessner.
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar